Amsterdam/Münster

Kein erhöhtes Krebsrisiko nach künstlicher Befruchtung

Kinderkriegen klappt nicht immer auf natürlichem Weg. Manchmal hilft eine künstliche Befruchtung. Steigert dieses Vorgehen das Krebsrisiko?
Künstliche Befruchtung
Ein Monitor zeigt in einem Kinderwunschzentrum eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Bei der Behandlung wird einer Eizelle ein Spermium injiziert. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Eine künstliche Befruchtung erhöht einer Studie zufolge beim Nachwuchs nicht das Krebsrisiko - zumindest bis zum frühen Erwachsenenalter. Das berichten niederländische Forscher im Fachblatt „Human Reproduction”. Die umfangreiche Untersuchung widerspricht damit Resultaten früherer Studien. Ludwig Kiesel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Münster, hält die Studie für einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur Debatte um künstliche Befruchtung: „Die Aussagen sind sehr hilfreich, wenn Ärzte Paare mit unerfülltem Kinderwunsch beraten”, sagte ...