Gen-Babys: Schutz vor Aids erhöht Risiko für andere Leiden

He Jiankui       -  Der Chinese He Jiankui schockierte Menschen 2018 weltweit mit der Behauptung, zwei Babys per Gentechnik gegen Aids geschützt zu haben.
Foto: Mark Schiefelbein/AP | Der Chinese He Jiankui schockierte Menschen 2018 weltweit mit der Behauptung, zwei Babys per Gentechnik gegen Aids geschützt zu haben.

Eine genetische Veränderung, die unempfindlich gegen den Aids-Erreger HIV macht, erhöht das Sterberisiko durch andere Krankheiten. Menschen mit der Genveränderung haben eine um 21 Prozent verminderte Chance, das Alter von 76 Jahren zu erreichen, wie US-Forscher im Fachjournal „Nature Medicine” berichten. Bekanntheit erlangte diese Mutation vor einem halben Jahr, als der chinesische Biotechnologe He Jiankui verkündete, es seien zwei Mädchen geboren worden, deren Erbgut er entsprechend verändert habe. Der Aids-Erreger HIV nutzt ein Zellprotein (Eiweiß), das vom Gen CCR5 codiert wird, um Zellen des ...

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