Stuttgart

Institut testet Abgase von Grills

Grillen       -  Insgesamt sollen bis zu einer halben Tonne Fleisch, Fisch und Gemüse gebraten werden. Symbolbild: Frank Rumpenhorst
Foto: Frank Rumpenhorst | Insgesamt sollen bis zu einer halben Tonne Fleisch, Fisch und Gemüse gebraten werden. Symbolbild: Frank Rumpenhorst

Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Bauphysik wirft im Auftrag des Umweltbundesamtes ab September eine Holzkohlegrillstation an, um jede Menge Grillgut zu brutzeln und die dabei entstehenden Emissionen zu erforschen.

Darüber hinaus wird das fünfköpfige Forscherteam die Wirksamkeit von in vielen Kebabrestaurants bereits genutzten Abgasreinigungsanlagen getestet.

„Wir werden bis zu einer halben Tonne Fleisch, Fisch und Gemüse braten und beobachten, ob die am Markt erhältlichen Anlagen gegen Staub, Gase und Gerüche wirken”, erläutert Projektleiter Mohammad Alesya. Er meint: „Wir grillen noch wie unsere Vorfahren vor 2000 Jahren.” Die Ästhetik des Grillvorgangs habe sich verändert, aber die Luftreinhaltung lasse schwer zu wünschen übrig. Eine gewerbliche Grillstätte produziere täglich so viel Abgase wie 100 Holzöfen.

Unter die Lupe nehmen die zwei Ingenieure und zwei Techniker unter Leitung des Umweltschutztechnikers Alesya eine marktübliche Anlage eines Herstellers aus Nordrhein-Westfalen. Ob diese ausreichend reinigt, ist für Alesya noch eine offene Frage, die erst nach den Untersuchungen beantwortet werden kann.

„Die Praxis zeigt, dass die bisher erhältlichen technischen Lösungen nicht den erwünschten Effekt haben.” Bis Ende 2020 wollen Alesya und seine Mannschaft einen Leitfaden für sauberes Grillen erstellen. Neben wissenschaftlichem Durchblick erwartet die Experten so manches leckere Essen direkt vom Grill.

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