Bad Königshofen

Die Schleeleins haben die Geschäftseröffnung nicht bereut

Mitten in der Pandemie kam im vergangenen Jahr zu dem bestehen Optikergeschäft am Marktplatz noch ein Hörakustik-Laden dazu.
Erich und  Gabi Schleelein (im Vordergrund) sind froh, das Wagnis in der Pandemie auf sich genommen zu haben, vis a vis zu ihrem Optikergeschäft noch ein Hörakustik-Geschäft eröffnet zu haben. Darüber freuen sich auch Hörakustikmeister Heiko Fakesch und Hörakustikerin Katrin Struck.
Foto: Michael Petzold | Erich und  Gabi Schleelein (im Vordergrund) sind froh, das Wagnis in der Pandemie auf sich genommen zu haben, vis a vis zu ihrem Optikergeschäft noch ein Hörakustik-Geschäft eröffnet zu haben.

Das Wagnis war Erich Schleelein und seiner Frau Gabi durchaus bewusst. Mitten in der Pandemie im Juni vergangenen Jahres eröffneten sie zu ihrem seit 2008 bestehenden Optiker-Geschäft am Marktplatz quasi vis à vis ein weiteres Geschäft mit Hörgeräte-Akustik. Bereut haben sie ihren Entschluss zu keinem Zeitpunkt, wie sie jetzt, knapp ein Jahr später, im Gespräch mit dieser Redaktion versichern.

Doch der Reihe nach: Seit 2006 hatte die Firma Weitkamp/Isma an gleicher Stelle einen Laden für  Hörgeräte betrieben. 2018 wurde das Geschäft dann an einen bundesweit agierenden Branchen-Riesen verkauft. Mit den Bedingungen beim neuen Arbeitgeber war Filialleiter und Hörakustikmeister Heiko Fakesch im Laufe der Zeit aber zunehmend unzufrieden, weswegen er Anfang 2020 schließlich kündigte. Damit kam dann auch das Engagement des Konzerns in der Kleinstadt zu einem Ende, was dann die Chance für die Schleeleins eröffnete, die sich kurz vor Beginn der Pandemie dazu entschlossen, Laden und Filialleiter zu übernehmen.

Auch jetzt fehlt die Laufkundschaft noch 

Während im neuen Geschäft Sanierungsarbeiten im Gange waren, zeigten sich gegenüber bei den Brillen die Auswirkungen der Pandemie. Während des ersten Lockdowns durfte Optikermeister Erich Schleelein seinen Laden nur in Notbetreuung für Reparaturen geöffnet halten. "Das war eine sehr unsichere Zeit, weil wir da noch nicht wussten, ob wir systemrelevant sind", sagt seine Frau Gabi, die als Geschäftsführerin tätig ist. Es folgten mehrere Monate Kurzarbeit für die Mehrzahl der insgesamt zehn Beschäftigten.

Viel los war aber auch danach nicht. "Kunden, die eine neue Brille brauchen, kommen schon", sagt Schleelein. Aber die Laufkundschaft fehle, also Leute, die auf der Suche nach einer modischen Brille oder einer Sonnenbrille sind. Beklagen wollen sich die Schleeleins aber nicht. Es gebe Branchen, die viel schlechter dran seien. Immerhin einmal, ganz zu Anfang, haben sie auch eine staatliche Ausgleichszahlung erhalten.          

Im Juni vergangenen Jahres schließlich wurde auch das Hörakustik-Geschäft eröffnet. Die  Sicherheitsmaßnahmen bezüglich Corona gehen über das übliche Maß der Hygieneregeln hinaus, sind doch alle Räume mit Luftfiltergeräten ausgestattet. Wie bereits gesagt, trotz der stark eingeschränkten Geschäftstätigkeit durch die Pandemie haben die Schleeleins ihren Schritt nicht bereut. Die Kunden seien total froh, dass ihnen in Bad Königshofen das Angebot erhalten geblieben ist, freut sich Gabi Schleelein. Und auch Hörakustikerin Katrin Struck ist glücklich, hier arbeiten zu können, denn: "Bad Königshofen hat viele nette Kunden."       

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