Röttingen

In der VG Röttingen wird gespart

Eine Zahlenschlacht war erneut die Beschlussfassung der Haushaltssatzung und Haushaltsplanung 2021 mit Finanzplanung für die Verwaltungsgemeinschaft Röttingen, die der Leiter der Kämmerei, Rainer Dollmann, bei der VGem-Sitzung vorzutragen hatte.

Der Haushaltsplan für das Jahr 2021 wird im Verwaltungshaushalt auf 1,765 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt auf 1,169 Millionen festgesetzt. Das sind knapp zehn Prozent weniger als im Vorjahresansatz. Die Verwaltungsumlage für den nicht gedeckten Finanzbedarf der vier Gemeinden, Bieberehren, Riedenheim, Röttingen und Tauberrettersheim in Höhe von 971 300 Euro für die insgesamt 4136 Einwohner (Vorjahr 4142) steigt um 15 Euro auf 235 Euro pro Einwohner. Dies bedeuten für Bieberehren 212 675 Euro, Riedenheim 165 675 Euro, Röttingen 389 160 Euro und Tauberrettersheim 204 450 Euro. Dabei ist ein leichter Rückgang der Personalkosten im Ansatz.

In diesem Jahr ist eine Zuführung vom Vermögenshaushalt zum Verwaltungshaushalt von 22 000 Euro vorgesehen, betrug diese 2020 noch 84 000 Euro. Das Minus bei der Grundschule beträgt 315 100 Euro. Umgerechnet auf die maßgebende Schülerzahl von 139 Kindern entspricht dies 2267 Euro, was eine erfreuliche Verminderung von 269 Euro gegenüber 2020 ausmacht.

Schulden steigen

Laut Finanzplan wird diese ab 2022 wegen des geplanten Neubaus der Grundschule jedoch wieder kräftig ansteigen. Für das Jahr 2021 wurden für den Neubau 930 000 Euro der insgesamt rund zwölf Millionen Gesamtkosten eingestellt. Die Förderhöhe noch nicht bekannt. Bei der Fortsetzung der Digitalisierung werden Kosten in Höhe von 70 000 Euro eingeplant. Bis 2024 sind laut Dollmann Kreditaufnahmen von insgesamt rund 7,72 Millionen Euro vorgerechnet. Zum 31. Dezember 2020 drückte noch ein Schuldenstand von knapp 400 000 Euro, Ende Dezember 2021 werden es voraussichtlich 1,624 Millionen Euro.

Riedenheims Bürgermeister Edwin Fries schlug vor, da nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und um die Kosten in der Verwaltungsgemeinschaft nicht noch weiter nach oben steigen zu lassen, mit anderen Verwaltungsgemeinschaften zu kooperieren. Röttingens Rathauschef Hermann Gabel stimmte dem zu und kann sich dabei in erster Linie das Standesamt vorstellen.

Abschließend entledigte sich Vorsitzender Hermann Gabel eines dringenden Anliegens, indem er mitteilte, dass er kürzlich mit Kreisbrandrat Michael Reitzenstein einen Brandschutz-Besichtigungstermin an der bestehenden Grundschule hatte. Dieser stellte nur geringfügige Mängel fest, die leicht auszubessern sind. "Ich stehe daher nicht mit einem Bein im Knast", wie es von anderer Seite hieß. Diese Erklärung war für ihn notwendig, da es doch ehemalige Ratsmitglieder gab, die dieses Szenario in die Welt setzten, um mit einem fehlenden Brandschutz den Grundschulneubau rechtfertigten zu können.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Röttingen
Markhard Brunecker
Edwin Fries
Finanzbedarf
Finanzplanung
Finanzpläne
Haushaltsplanung
Kosten
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!