Die hohe Mobilität wirkt als "Brandbeschleuniger"

Zum Leitartikel "Was von der Pandemie bleiben wird" (7.1.):

Der Autor, Herr Mayr, behauptet: Corona ist vielleicht eine weltweite Naturkatastrophe, aber nicht der Beginn einer neuen Zeit. Ich hoffe doch, die Chance ist da:

Nicht die Naturkatastrophe sondern das Naturereignis „Einhegen eines Virus in das physische Element der menschlichen Existenz“ und seine intellektuelle und politische Einarbeitung in die gesellschaftliche Entwicklung, führt uns die unumstößliche Tatsache unserer Einbettung in und Abhängigkeit von der Natur zwingend vor Augen. Wir Menschen, physisch „nur“ eine bio-chemische Masse, jeder einzelne ein individuelles Element in der Natur, untrennbar und unentrinnbar in sie eingebettet, inzwischen mehr als acht Milliarden Elemente insgesamt. Alle Elemente unterliegen den physikalischen und bio-chemischen Gesetzen der Natur, kein Element kann sie außer Kraft setzen oder umgehen, aber ihnen temporär sehr wohl aus dem Wege gehen.

Ein Element, ebenfalls in der Natur existierend, benannt SARS-CoV-2-Virus, tritt ungeplant in das Element „Mensch“ ein und löst chemische Reaktionen mit der bio-chemischen Masse des Elements „Mensch“ aus; In diesem Fall für das Element „Mensch“ gesundheits- bis lebensbedrohende Reaktionen. Unser Atmungsvorgang, für unser Leben existentiell, und unser Kommunikationsvorgang aber dienen gleichzeitig dem Virus als Überlebensgrundlage in der bio-chemischen Masse „Mensch“.  Unser Atmungs- und Kommunikationsvorgang dient dem Virus als Transportmittel.

Jedem einzelnen Element „Mensch“ aber ist Intelligenz gegeben, um sich in seinem Umfeld einzurichten. Die Nutzung dieser außergewöhnlich überragenden Fähigkeit hat die Menschheit zum aktuellen Stand des Wissens geführt und befähigt dieses Wissen in mehr oder weniger adäquate Antworten auf die erkannten bzw. vermeintlichen Herausforderungen umzusetzen. Seine „Einrichtung“ folgt subjektiv egoistischen, von ihm selbst gebildeten Strukturen, Lebensformen und –arten. Die vom Menschen eingerichtete und gelebte Mobilität ermöglicht und treibt die Globalisierung, „verengt“ die Welt in ein „Dorf“ mit mehr als acht Milliarden Einwohnern und begünstigt so die rasche Verbreitung des Virus zu einer Pandemie und wirkt somit als „Brandbeschleuniger“. Diese weltweite Pandemie wird also vom Menschen getrieben!

Diese Erkenntnis wird zusammen mit den Erkenntnissen aus der Klimaherausforderung die Entwicklung und Umsetzung einer bewussten Verantwortungspflicht für die Natur, unsere einzige Lebensgrundlage, hoffentlich „boostern“. Dies wird schon erkennbar und wird als Beginn einer historischen Entwicklung bewertet werden.  

 Rolf Holländer, 97422 Schweinfurt

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