Großrinderfeld

Letzter Auftritt von Bürgermeisterin Anette Schmidt

In ihrer letzten Sitzung als Bürgermeisterin verabschiedete sich Anette Schmidt nun auch offiziell von ihren Ratskollegen im Großrinderfelder Gemeinderat. Ab 1. September werde sie das Amt als Bürgermeisterin in Tauberbischofsheim (wir berichteten) antreten. Sie dankte den Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren. Sie werde Großrinderfeld in guter Erinnerung behalten. Als fair und vertrauensvoll bezeichnete auch Bürgermeisterstellvertreter Sven Schultheiß den Umgang miteinander und überreichte zum Abschied einen Blumenstrauß. 

Kreditaufnahme von einer Million Euro

Der nächste Tagesordnungspunkt behandelte künftige Ausgaben der Gemeinde: vor allem die vielen Baustellen fordern einen erhöhten Finanzbedarf, hieß es im Gemeinderat. Deshalb schlug die Verwaltung eine Kreditaufnahme vor, wie es Kämmerer Werner Horn bereits bei den Haushaltsberatungen angekündigt hatte. Diese sehe eine Summe von einer Million Euro vor. Horn stellte den Gemeinderäten zwei Varianten zur Diskussion: Die bundeseigene KfW-Bank gewähre besondere Kommunalkredite, erklärte er. Entscheidend für die Konditionen sei der Tag des Abrufs, da die Zinsen sich tagesaktuell ändern können.

Beispielsweise lag der Zinssatz am 13. August, bei einer Laufzeit von 20 Jahren, bei 0,13 Prozent, am Tag der Sitzung habe er nur noch 0,05 Prozent betragen. Natürlich habe er sich auch bei den örtlichen Banken informiert, sagte Horn. Die Sparkasse Tauberfranken habe einen zinsfreien Kredit mit einer Laufzeit von zehn Jahren angeboten. Nach einer kurzen Diskussion entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für die Kreditaufnahme  bei der KfW-Bank. Zwei Gemeinderäte enthielten sich.

Raum für Einzelhandel und Kleingewerbe

Ein weiteres Thema war die Erweiterung des Gewerbegebietes Geißgraben II. "Das Gebiet hat sich sehr gut entwickelt",sagte Bürgermeisterin Schmitt. Die Erweiterung um 30 000 Quadratmeter sei  notwendig geworden, weil sich die Firma Bittermann & Weiss vergrößern möchte (wir berichteten). Außerdem sei auf der Erweiterungsfläche noch Raum für Einzelhandel und Kleingewerbe. Dagegen sei eine Ansiedlung von kulturellen und kirchlichen Trägern sowie von Tankstellen ausgeschlossen, berichtete Elmar Göbel vom Büro ibu aus Tauberbischofsheim.

Die Erweiterungsflächen des Gewerbegebietes erstrecken sich in südliche und östliche Richtung. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen liegen auf Grünland entlang der A 81. Einstimmig stimmte der Gemeinderat der zweiten Bebauungsplanänderung zu. Nach Einschätzung der Bürgermeisterin wird es voraussichtlich bis zum Frühjahr 2020 dauern, bis ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt.

Gewerbeschau in Gerchsheim

Für die Gewerbeschau am 29. September in Gerchsheim musste ein Satzungsbeschluss nach dem Ladenöffnungsgesetz erfolgen, damit an diesem Sonntag die Gewerbetreibenden ihre Geschäfte öffnen und verkaufen dürfen. Die Gemeinderäte einigten sich auf die Öffnungszeiten von 11.30 bis 16.30 Uhr. Die letzte Gewerbeschau fand 2007 statt. Nun wollen die Geschäftsleute vom Geißgraben und Hinterm Berg diese Tradition wieder aufleben lassen. Für die Veranstaltung wird die Schönfelder Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Eine Anfahrt zu den Parkplätzen ist jedoch möglich, entschieden die Räte. 

Das Abwasserpumpwerk im Ortsteil Großrinderfeld ist sehr störanfällig. Die Folge waren mehrere kostenintensive Reparaturen, berichtete Werner Horn. Dies führte auch zu Ausfällen, die in mühevoller Handarbeit vom Klärwärter beseitigt werden mussten. Deshalb beauftragte der Gemeinderat das Büro ibu, Voruntersuchengen anzustellen, wie bessere Lösungen aussehen könnten. Zum Vergleich sollen Erfahrungen heran gezogen werden, die in Ilmspan mit einem neueren Pumpwerk gemacht werden konnten.

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