Veitshöchheim

Was passiert im Pumpwerk am Kneippbecken?

Seit vielen Wochen schon ist in Veitshöchheim die Straße Mainlände in Höhe der Kneippanlage kurz vor dem Mainsteg halbseitig gesperrt. Ohne Unterbrechung fließt Wasser in den Martinsbach und von dort  über die Kneippanlage in den Main.
Foto: Dieter Gürz | Seit vielen Wochen schon ist in Veitshöchheim die Straße Mainlände in Höhe der Kneippanlage kurz vor dem Mainsteg halbseitig gesperrt.

Was passiert im Pumpwerk in der Mainlände in Veitshöchheim? Das fragen sich seit zwei Monaten viele Passanten, die auf der Mainuferpromenade unterwegs sind.

Dort ist die Straße in Höhe der Kneippanlage kurz vor dem Mainsteg halbseitig gesperrt. Tag und Nacht ist lauter Pumpenlärm zu hören, ohne Unterbrechung fließt Wasser in den Martinsbach und von da über die Kneippanlage in den Main.

Des Rätsels Lösung: Wie Helmut Pfister, der Vorarbeiter der Firma Krämer-Bausanierung in Würzburg auf Nachfrage erläutert, führt seine Firma im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Würzburg Sanierungsarbeiten am Pumpwerk durch. An allen Wänden und Decken wird der schadhafte Beton mit Presslufthammern entfernt, der Untergrund sandgestrahlt, eine Stahlbewehrung eingebaut und Spritzbeton aufgebracht. Im Bodenbereich werden Injektionsbagger gesetzt und der Wassereintritt verpresst.

Um dies zu ermöglichen, darf kein Wasser in den Becken sein, müssen die Pumpen ununterbrochen laufen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich noch zwei bis drei Wochen.

Welche Bewandtnis es mit dem Pumpwerk der Schifffahrtsverwaltung hat, wissen nur Wenige im Ort. Ein Blick in die Veitshöchheim-Chronik von Thomas Struchholz offenbart: Die Errichtung des Pumpwerkes unterhalb der Eremitenmühle war noch vor dem Zweiten Weltkrieg im Zusammenhang mit der in den Jahren 1931 bis 1934 fertiggestellten Staustufe Erlabrunn notwendig. Unter Berufung auf den Zeitzeugen Edgar Eissner (geboren 1923, Rektor der Grund und Hauptschule) wurde seinerzeit zum Main hin alles mit Lehmwänden abgedichtet.

Dadurch stieg der Grundwasserspiegel in den Mainwiesen mit den vielen Obstgärten so stark an, dass die Obstbäume einzugehen drohten. Da die Anlieger hohe Entschädigungsforderungen stellten und die Mainwiesen komplett zu versumpfen drohten, sah sich die Rhein-Main-Donau-AG (RMD) gezwungen, das Pumpwerk nebst einer Tiefendrainage zu bauen und in den Gärten vier oder fünf Meter Drainagerohre zu verlegen.

Bis heute muss so mehrmals in der Stunde Grundwasser aus den Wasserbecken durch die Pumpen abgezogen werden, das über den Martinsbach und die in diesen integrierte Kneippanlage in den Main gelangt.

Die Firma Krämer-Bausanierung in Würzburg führt führt seit vielen Wochen im Pumpwerk an der Mainlände in Veitshöchheim im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Würzburg und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt mit einem Auftragsvolumen von 60 000 Euro Sanierungsarbeiten durch. 
Foto: Dieter Gürz | Die Firma Krämer-Bausanierung in Würzburg führt führt seit vielen Wochen im Pumpwerk an der Mainlände in Veitshöchheim im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Würzburg und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt ...
Saniert wird zur Zeit das Pumpwerk der Schiffahrtsverwaltung unterhalb der Eremitenmühle in Veitshöchheim, das  im Zusammenhang mit der in den Jahren 1931 bis 1934 fertiggestellten  Staustufe Erlabrunn zur Regulierung des Grundwasserstandes in den Mainwiesen notwendig wurde, da das Gelände zum Main hin mit Lehmwänden abgedichtet wurde.
Foto: Dieter Gürz | Saniert wird zur Zeit das Pumpwerk der Schiffahrtsverwaltung unterhalb der Eremitenmühle in Veitshöchheim, das im Zusammenhang mit der in den Jahren 1931 bis 1934 fertiggestellten Staustufe Erlabrunn zur ...
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