BAD KISSINGEN

Ein wahrhaft hündischer Spaß

Treue und verdiente Mitglieder des Gebrauchs- und Schutzhundevereins Bad Kissingen: (von links) Heider Moraw, Doris Hauk, Rainer Hauck, Albert Vorndran, Klaus-Peter Glöckler, Alfred Liebl, Liselotte Eber, Frank Moraw, Birgit Eber und Vorsitzender Ralf Reinelt.
Foto: Peter Rauch | Treue und verdiente Mitglieder des Gebrauchs- und Schutzhundevereins Bad Kissingen: (von links) Heider Moraw, Doris Hauk, Rainer Hauck, Albert Vorndran, Klaus-Peter Glöckler, Alfred Liebl, Liselotte Eber, Frank ...

„Eine geile Veranstaltung“ rutschte Oberbürgermeister Kay Blankenburg bei seinem Besuch beim Gebrauchs- und Schutzhundverein (GSV) Bad Kissingen so salopp heraus. Der Verein feierte seinen 60. Geburtstag ohne lange Reden und ohne Selbstbeweihräucherung, ohne langatmigen Rückblick auf „60 erfolgreiche, züchterische Jahre“. Wer nachlesen wollte, wie alles einmal anfing, für den gab es – zum Preis einer Bratwurst – eine gedruckte Vereinschronik.

Stattdessen stand viel Action und Unterhaltung auf dem Programm: Ausschnitte aus der täglichen Arbeit mit und am Hund wurden gezeigt, was ein Begleit-, Fährten- oder Schutzhund alles können muss, was Turnierhunde im sportlichen Wettstreit leisten. Was den Oberbürgermeister so faszinierte, war die Welpenstunde. Junge Hunde lernen hier zusammen mit Herrchen und Frauchen, dass es noch weitere Hunde auf der großen weiten Welt gibt. Sie spielen und beschnüffeln sich gegenseitig, nehmen auch ganz gern mal Kontakt zu einem älteren Tier auf, auch wenn diese deutlich größer sind als sie selbst.

Für Vorsitzenden Ralf Reinelt ist es eine Herzensangelegenheit, dass der „Verein geprägt ist vom Gedanken zu vereinen“. So ist der Gebrauchs- und Schutzhundeverein Bad Kissingen mit seinem Domizil im Heiligenfeld offen für alle Hunderassen, egal ob groß oder klein, Rasse- oder Mischlingshund.

Der lockeren Atmosphäre angepasst war auch die Rede des Oberbürgermeister. In knapp vier Minuten sprach er alles an, was die Hundefreunde hören wollten und schloss mit den Worten: „Nicht der Hund ist das Problem, sondern immer der Hundehalter“. Gerade für diese gebe es Einrichtungen wie den Kissinger Verein, in dem man Erfahrungen sammeln und – fast ebenso wichtig – etwas für die Gemeinschaft und gegen die Einsamkeit tun könne. Sicher sei, so Blankenburg: „Der Hund ist das Wesen auf Erden, das Dich mehr liebt, als Du Dich selbst“.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch das Hundewettrennen, bei dem fast alle Hundebesitzer mit ihren Tieren teilnahmen. Fast alle Vierbeiner rannten los, um möglichst zu ihrem Herrchen oder Frauchen zu kommen, das 60 Meter entfernt im Ziel wartete. Ein Hund war die große Ausnahme: Ausgerechnet die französische Bulldogge des Vorsitzenden Ralf Reinelt legte sich auf halber Strecke, ganz gemütlich in den Schatten und machte keinen Schritt mehr. Klar, dass sich Reinelt spöttische Kommentare der anderen Hundebesitzer anhören musste, als er seinen Hund auf Händen durchs Ziel trug.

Ein weiterer Höhepunkt die Tiersegnung durch Pfarrer Edwin Ziegler aus Garitz, an der zahlreiche Hundefreunde, Vereinsmitglieder und auch Fremde teilnahmen. Die vereinsinternen Ehrungen wurden vollzogen, als am Abend der Stromgenerator angeworfen wurde und nur noch der harte Kern anwesend war. Bedauerlicherweise waren Jochen Flasshoff, Marianne Bottner, Guenter Lindner und Heinz Noeth nicht anwesend, die dem Verein schon seit 50 Jahren angehören.

Seit Jahrzehnten Mitglied

So wurden Doris Hauck und Klaus-Peter Gloeckler gewürdigt, die schon seit 40 Jahren dabei sind und beide schon in der Vereinsführung tätig gewesen waren. Für 35-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Liselotte Eber, Rainer Hauck, Reinhold Hauer und Jochen Reitberger, für 30 Jahre Birgit Eber, Heinz Wagner, Thomas Terletzki und Albert Vorndran, sowie für 25 Jahre Rosemarie Gerbeth, Frank Moraw, Heider Moraw, Jürgen Veth, Elke Barthel-Buscham und Alfred Liebl.

Und ab geht die Post: Hank, ein Deutscher Schäferhund, beim Start des Hunderennens.
Foto: Peter Rauch | Und ab geht die Post: Hank, ein Deutscher Schäferhund, beim Start des Hunderennens.
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