Kitzingen

Die Glosse: Die Schnecke als Symbol für die Corona-Impfung

Der etwas andere Wochenrückblick: Trotz Lockdown-Verwirrung gibt es auch gute Nachrichten: Kino-Sessel für daheim zum Beispiel. Und ein Schaufenster-Bummel in Kitzingen.
Es geht nur langsam voran: Wenn die Corona-Impfkampagne ein Wappentier hätte – es wäre mit einiger Sicherheit die Schnecke.
Foto: Karlheinz Schindler, dpa | Es geht nur langsam voran: Wenn die Corona-Impfkampagne ein Wappentier hätte – es wäre mit einiger Sicherheit die Schnecke.

Es gibt da dieses Gerücht. Die Coronaregeln sind deshalb so zahlreich, so verwirrend und so nervig, damit wir nichts verstehen. Um am Ende aufzugeben und freiwillig daheim zu bleiben. Allein der Begriff "Verweilverbot". Begriffe erfinden können wir gut. Ansonsten klappt herzlich wenig: Impfen haut nicht richtig hin. Schnelltests ebenfalls nicht. Das mit den Masken begann als Fiasko. Lockdown hat im Prinzip auch nur einmal funktioniert, danach war alles egal.

Wie das mit dem Impfen angelaufen ist, fasste im Wirtschaftsauschuss des Landkreises im Kitzinger Landratsamt einer der Anwesenden so zusammen: "Wenn die Impfkampagne ein Wappentier hätte, wäre es die Schnecke!" Das war so wunderbar treffend und sorgte für allgemeine Erheiterung. Und es war der Beweis, dass uns auch nach einem Jahr Pandemie zum Glück nicht der Humor verloren gegangen ist.

Das Cineworld nutzt die Zeit und baut um

Gute Ideen und positive Nachrichten gibt es zum Glück auch immer noch. In der Volkacher Innenstadt sorgt Philip Aczél für Belebung im Hotel-Bereich, Pendler fahren jetzt billiger mit der Dettelbacher Mainfähre, Sternekoch Bernhard Reiser kommt zurück nach Nordheim und in Sachen Kino tut sich ebenfalls etwas. Es wird zwar immer noch nicht geöffnet, das Cineworld im Mainfrankenpark, aber man nutzt dort die Zeit, um umzubauen und zu renovieren.

Das führt dazu, dass man jetzt ein Stück vom Kino nach Hause erwerben kann. Kinosessel für daheim. Einige fliegen nämlich gerade aus dem Kino, um durch eine Überraschung ersetzt zu werden. In den roten Sessel mit Armlehnen und Kopfstütze sitzt man dann wenigstens bequem vor dem eigenen Fernseher, bis der ganze Corona-Spuk ausgestanden ist und die Impf-Schnecke endlich ihr Ziel erreicht hat.

World Press Photo sorgt für platte Nasen

Eine letzte gute Nachricht hätten wir noch: Die besten Pressebilder der Welt werden tatsächlich wieder in Kitzingen ausgestellt. Zwar nicht in der Rathaushalle, dafür aber als Schaufenster-Galerie. Ein Schaufenster-Bilder-Bummel mit Naseplattdrück-Garantie ab kommenden Freitag. Das Ganze sei "weltweit einzigartig", betont die Stadt stolz. Damit wäre endlich mal wieder die Bedeutung Kitzingens als Stadt von Welt klar hervorgehoben. Jetzt muss nur noch geklärt werden, ob man vielleicht sogar seinen eigenen Kinosessel mitbringen darf – und wie das mit der Verweildauer ist.

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