Kitzingen

Ehrenamtsempfang des Landkreises

Alle nominierten Ehrenamtlichen (von links): Norbert Schneider, Matthias Mann, Ottmar Deppisch, Max Röll, Frank Stierhof, Landrätin Tamara Bischof, Karl Wolf, Björn Schotta, Iris Freifrau von Crailsheim, Heinz Zippelius und Klaus-Dieter Maske
Foto: Joachim Hofmann | Alle nominierten Ehrenamtlichen (von links): Norbert Schneider, Matthias Mann, Ottmar Deppisch, Max Röll, Frank Stierhof, Landrätin Tamara Bischof, Karl Wolf, Björn Schotta, Iris Freifrau von Crailsheim, Heinz ...

Den Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember nahm das Landratsamt Kitzingen zum Anlass, zum neunten Mal den Ehrenamtspreis zu verleihen, dieses Jahr im Bereich Umweltschutz, Naturschutz und Tierschutz.

Die drei Preisträger sind Frank Stierhof (Dornheim) für sein Engagement als Naturschutzwächter, Biber- und Bachmuschelberater, Karl Wolf (Mainbernheim) für seinen Einsatz im Umwelt- und Naturschutz, sowie Klaus-Dieter Maske (Schwarzenau), der sich für Artenschutz und Bepflanzung einsetzt.

Bedeutung des Ehrenamtes

Landrätin Tamara Bischof setzte ein nachdenklich machendes Zitat des Autors Kurt Haberstich an den Beginn Ihrer Rede: "Wenn die Natur mit uns so umgehen würde wie wir mit ihr, ist nicht sicher, ob wir noch am Leben wären." Die Natur als Lebensgrundlage des Menschen zu erhalten, sagte die Landrätin, sei das große Ziel der Naturschützer, gerade in der heutigen Zeit, in der die Auswirkungen des Klimawandels spürbar werden.

Ehrenamtliche Kräfte, bezeichnete Bischof als die Motoren, die Vereine und Interessengruppen ins Leben rufen und am Leben halten und lobte deren Bemühen, durch spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche gerade auch junge Menschen für den Umwelt-, Natur-, und Tierschutz zu begeistern. Laut aktueller Statistik sind im Freistaat 47 Prozent der Menschen über 14 Jahre, also fast 5,2 Millionen Menschen ehrenamtlich tätig. Die Förderung des Ehrenamtes wurde vor einigen Jahren explizit als Staatsziel in die Bayerische Verfassung aufgenommen.

Nominierte und Preisträger

Im Anschluss stellte Landrätin Bischof die von ihren Heimatorten vorgeschlagenen nominierten Einzelpersonen vor und überreichte ihnen eine Ehrenurkunde als Dank für ihr bürgerschaftliches Engagement. Dies waren Ottmar Deppisch (Dettelbach), Gründungsmitglied des Landesbundes für Vogelschutz Ortsverein Dettelbach;  Max Röll (Birklingen), der sich für den Amphibienschutz engagiert; Björn Schotta (Nordheim), Vorsitzender der Bürgerinitiative "Nordheimer Au"; Iris Freifrau von Crailsheim (Fröhstockheim), der der Tierschutz am Herzen liegt ebenso wie Heinz Zippelius (Rödelsee), zudem noch für seinen Einsatz für den Schlosspark vorgeschlagen war; Matthias Mann (Wiesentheid), der seine Tatkraft für den Umwelt- und Naturschutz einbringt und Norbert Schneider (Wiesentheid), Vorsitzender Bund Naturschutz.

Preisträger Frank Stierhof organisiert und leitet Naturführungen mit Kindergärten und Schulen und bietet auf seinem Erlebnisbauernhof viele verschiedene Führungen und Lernprogramme an.

Karl Wolf wurde von seiner Heimatstadt für sein Umgestaltungsprojekt der Grabengärten in Mainbernheim und seines Einsatzes zum Schutz der Lebensräume für Fledermäuse vorgeschlagen.

Klaus-Dieter Maske wirkt als Jagdpächter der zunehmenden Entwicklung landwirtschaftlicher Flächen als Monokulturen entgegen, indem er sich auf Äsungsflächen, Dauerstilllegungen und Blühwiesen spezialisiert. Maßnahmen, die unabdingbar sind, um die Artenvielfalt zu erhalten.

Jeder der drei Ausgezeichneten durfte neben der Urkunde ein Preisgeld von 300 Euro in Empfang nehmen.

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