Geiselwind

Geiselwind: Freude über Kurzzeitpflege mit Sozialstation

Im derzeit entstehenden Baugebiet Langäcker in Geiselwind ist nun auch eine Einrichtung zur Kurzzeitpflege vorgesehen.
Foto: Andreas Stöckinger | Im derzeit entstehenden Baugebiet Langäcker in Geiselwind ist nun auch eine Einrichtung zur Kurzzeitpflege vorgesehen.

Seine Freude über einen Bauantrag zum Neubau einer Wohnanlage mit Tagespflege drückte Geiselwinds Bürgermeister Ernst Nickel in der Ratssitzung deutlich aus. "Das ist der schönste Punkt dieses Abends. Wir bekommen eine Tagespflege mit gleichzeitiger Sozialstation", so Nickel. "Lang ersehnt" habe er das für seine Gemeinde, es sei ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Einstimmig erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung.

Die erst 2017 in den Ort gezogene Sozialstation der Diakonie schloss bereits vor einigen Monaten wieder. Seither hatte Geiselwind keine derartige Einrichtung mehr in der Gemeinde.

Im oberen Stock zehn seniorengerechte Wohnungen

Bauherr des Projekts ist das Planungsstudio Weiss GmbH in Volkach, entstehen soll das Ganze im Baugebiet Langäcker am nördlichen Ortsrand Geiselwinds. Vorgesehen ist laut Bürgermeister Nickel, dass im Erdgeschoss des Gebäudes eine Sozialstation und die Tagespflege auf einer Fläche von 330 Quadratmetern einziehen.

Im oberen Stockwerk sind zehn seniorengerechte Wohnungen mit einer Größe von 60 bis 110 Quadratmeter angedacht. Ein Teil der Wohnungen ist laut Bürgermeister bereits verkauft. Planer Wolfgang Weiss möchte die Anlage bis Mitte 2022 fertig stellen. Er baut derzeit ein ähnliches Projekt im Schwarzacher Ortsteil Gerlachshausen.

Ein anderer Bauplan sorgte für Diskussion

Für Diskussionen sorgte dagegen ein Bauplan im Ortsteil Haag. Dort will eine Bauwerberin ein Einfamilienhaus in Holztafelbauweise errichten. Ratsmitglied Frank Mahr passte das auf Stelzen geplante, 4,50 Meter breite Gebäude nicht, zumal es im Ortskern und direkt neben dem Mehrgenerationenplatz liege. "Schlimmer geht es nicht", monierte er.

Andere Gemeinderäte wunderten sich, wieder andere hatten mit dem Plan kein Problem. Bürgermeister Nickel wies darauf hin, dass das Grundstück  seit einiger Zeit zum Verkauf gestanden habe. Das Vorhaben liege innerhalb der Grenzen der Ortsabrundungssatzung. Bei vier Gegenstimmen genehmigte der Gemeinderat den Plan, der nun an das Landratsamt geht.

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