Gemünden

MP+Angeklagter: Aus medizinischen Gründen Joints geraucht

Es gab eine Bewährungsstrafe und 1800 Euro Geldauflage für einen Mann aus dem Raum Lohr, der seine Schmerzen inzwischen mit legalen Medikamenten behandelt.
Symbolbild Marihuana-Joint
Foto: Oliver Berg | Symbolbild Marihuana-Joint

"Pinkeln statt Kiffen", hat Strafverteidiger Klaus Spiegel (Würzburg) seinem Mandanten schon vor dessen Verhandlung am Amtsgericht Gemünden aufgetragen. Entsprechende Nachweise über ein zuletzt drogenfreies Leben legte der Anwalt dem Gericht vor. Trotzdem wurde der 35-Jährige aus dem Raum Lohr zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.Aus medizinischen Gründen, so der zweifache Familienvater in der Verhandlung, habe er Marihuana geraucht. Etwa drei, vier Joints waren es "am Abend, wenn die Kinder im Bett waren". Sie waren nach seinen Worten  nötig, um seine Schmerzen aushalten zu können.