Karlstadt

Computerpanne: Gesundheitsamt MSP korrigiert Inzidenz nach oben

Der Inzidenzwert von Donnerstag ließ hoffen: Er war mit 54,7 Neuinfektionen so gering wie schon lange nicht mehr. Leider war er falsch. Das Landratsamt erklärt die Panne.
Bei sieben Gesundheitsämtern in Bayern kam es kürzlich zu Problemen bei der Datenübertragung. (Symbolbild)
Foto: Marijan Murat/dpa | Bei sieben Gesundheitsämtern in Bayern kam es kürzlich zu Problemen bei der Datenübertragung. (Symbolbild)

Täglich melden die Gesundheitsämter in ganz Deutschland die aktuellen Zahlen der mit dem Corona-Virus Neuinfizierten. Dabei hat es laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks eine Panne gegeben. Sieben Gesundheitsämter in Bayern hätten falsche Zahlen geliefert, meldet der Sender. Darunter auch das Gesundheitsamt im Landkreis Main-Spessart. 

Dass es zu einer Übermittlungspanne gekommen ist, bestätigt auch das Landratsamt Main-Spessart auf Nachfrage der Redaktion. Diese betrifft aber laut Presseerklärung nur den Donnerstag, 14. Januar. An diesem Tag wurde für den Landkreis Main-Spessart ein Inzidenzwert von 54,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Diese Zahl muss das Landratsamt nun korrigieren, weil 24 Erstmeldungen von Corona-Infektionen für den Donnerstag nicht eingerechnet wurden. Die tatsächliche 7-Tages-Inzidenzwert wäre bei 75,2 gelegen.

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Hoffnungsvoller Trend bestätigt sich nicht

Damit hat sich der hoffnungsvolle Trend von fallenden Corona-Neuinfektionen in dieser Woche für den Landkreis Main-Spessart nicht bestätigt. Man hätte die im Laufe der Woche sinkende Inzidenz so deuten können, dass die Maßnahmen des Lockdowns endlich zu wirken beginnen. Der Inzidenzwert entwickelte sich von knapp über 100 am Anfang dieser Woche über 75 dann auf die vermeintlichen 54,7 am Donnerstag. Für den Freitag ist er wieder auf 85,6 gestiegen. Diese Zahl ist laut Landratsamt korrekt. In ihr sind die am Mittwoch nicht gemeldeten Infizierten enthalten.

Wie konnte es zu dem Fehler kommen? Nach Auskunft des Landratsamtes erfasst das Gesundheitsamt Main-Spessart alle auf Covid-19 positiv getesteten Personen in einem Programm mit einer Schnittstelle zum bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Anzahl der Fälle, die bis 16 Uhr gemeldet werden, werden am Folgetag in der 7-Tages-Inzidenz der Landesbehörden veröffentlicht. Nach Auskunft der Pressestelle des Landratsamts kam am Mittwoch nach Dienstschluss die Mitteilung, dass die exportierten Fälle am LGL nicht verarbeitet werden konnten. Der Fehler konnte nicht mehr korrigiert werden.

Die Pressestelle versichert aber, dass mittlerweile der Fehler gefunden und behoben wurde. Nicht bestätigt wird vom Landratsamt, dass diese Fehlfunktion etwas mit einer Software-Umstellung Anfang Januar zu tun gehabt habe. Dies wurde in dem Bericht vom Bayerischen Rundfunk gemutmaßt. Das trifft aber laut Pressestelle des Landratsamts nicht zu.

Inzischen 171 Todesfälle

Am Freitag meldete das Landratsamt 271 Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Seit Beginn der Pandemie hat es damit 2806 Menschen getroffen, das sind 47 Personen mehr als am Mittwoch. Genesen sind mittlerweile 2364 Menschen. Die Zahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen steigt auf 171 (Vortag: 168). 27 Patienten werden aktuell im Klinikum Main-Spessart behandelt, einer davon auf der Intensivstation. 632 enge Kontaktpersonen von Infizierten sind in häuslicher Quarantäne.

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