Rieneck

MP+Eine Stadt im Aufbruch: Wie Rieneck gegen die Verödung kämpft

In Rieneck ist das Gewerbegebiet bald voll. Gleichzeitig steht nahezu jedes zwölfte Wohnhaus leer. Bürgermeister Sven Nickel will das nicht mehr hinnehmen.
Das verputzte Fachwerkhaus im alten Schulhof in Rieneck ist eines der Gebäude, die sinnbildlich für den Leerstand in vielen ländlichen Gegenden stehen.
Foto: Helmut Hussong | Das verputzte Fachwerkhaus im alten Schulhof in Rieneck ist eines der Gebäude, die sinnbildlich für den Leerstand in vielen ländlichen Gegenden stehen.

Langsam findet der Tag sein Ende und Sven Nickel sperrt das Rathaus zu. Er tritt auf den Vorplatz, Pflasterstein-Romantik. Also gar keine Romantik. "Nur dass Sie einmal sehen, wie bekloppt ich bin", sagt Nickel und beginnt herumzuzeigen. Auf ein verwahrlostes gelbes Wohnhaus, einen Leerstand. "Scheiße, dass es verputzt ist", sagt er. "Der Kern ist aus dem 16. Jahrhundert. Das wird mal ein Schmuckstück." Auf einen biederen Bau, "ein altes Schlachthaus, in den 60er-Jahren so dahin genehmigt". Auf einen Altbau mit Blick auf das Tal, das Feuerwehrhaus, "aber für den Zweck eigentlich nicht geeignet".

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