LOHR

Im Weinhaus Mehling: Wenn Katze und Maus steppen

Theater zum Mitmachen: „Frieda Maus heckt was aus.“  Da steppten die Maus und die Katze im Weinhaus Mehling.
Foto: Andreas Brauns | Theater zum Mitmachen: „Frieda Maus heckt was aus.“ Da steppten die Maus und die Katze im Weinhaus Mehling.

Unterhaltung für Jung und Alt boten am Dreikönigstag zwei „Gaukler“ im Kulturkeller unter dem Weinhaus Mehling. Als „Katz und Maus“ lieferten sich Georgia Viola-Richartz und Rebecca Wack schlagfertige Wortgefechte, die schon damit begannen, dass sich erstere nicht auf ihre Rolle festnageln lassen wollte: „Immer soll ich die alte Katze spielen“, maulte Viola-Richartz und musste sich gefallen lassen, dass die Jüngere von ihr einforderte, sich doch bitte an den Text zu halten.

Rebecca Wack spielt „Frieda“, die berühmteste Maus „von ganz Unterfranken“. Die Kinder im Saal geben sich unwissend. „Die kennt ihr noch nicht? Dann erzählen wir wenigstens keine ollen Kamellen.“

Wer die Fabel von den beiden Tieren hingegen kennt, ist gerade deswegen gekommen und natürlich wegen der „Gaukler“. Da braucht das ältere Publikum keine Kinder oder Enkel als Vorwand, um ein Kinderstück zu besuchen.

Und sie werden nicht enttäuscht, denn die beiden Schauspielerinnen sprühen vor neuen Einfällen. So denkt Berta darüber nach, dass ihr nach 15 Jahren Katzenarbeitsleben Altersteilzeit gerade recht käme. Und über die Jahre sei sie nicht etwa dick geworden, sondern habe sich nur ein „doppellagiges Winterfell“ zugelegt. Selbiges möchte ihr aber nun die Bauersfrau über die Ohren ziehen, was ausgerechnet Maus Frieda zu verhindern gedenkt: „Ich will nicht meine liebste Feindin verlieren.“

Berta zeigt sich uneinsichtig: „So ein blöder Plan! Das kann nicht funktionieren! Ich verabschiede mich schon mal: Bis morgen, als doppellagige Rheumadecke.“ Aber Frieda lässt sich nicht so schnell abwimmeln und nimmt sich die Kinder als Verbündete für den sportlichen Teil der Vorstellung: Durch ein Fitnessprogramm verliert das Katzenfell an Attraktivität für die Bäuerin, ist es doch nur noch groß genug, um die kleine Maus zu wärmen. Und der Bauer wird davon überzeugt, dass die Katze auch im hohen Alter für die Mäusejagd noch unentbehrlich ist.

„Ist die Maus nicht übelst cool“, wendet sich „Berta“ an ihr Publikum: „Die hätte doch allen Grund gehabt, sauer zu sein.“ Dadurch, dass sie der Katze das Leben gerettet habe, „hat sie ganz viel Größe bewiesen“.

Nun, ein Lob, das auf die Schauspielerinnen zurückfällt. Denn einen ihrer Einfälle hatten sie sich für den Schluss der Vorstellung aufgehoben: „Gummibärchen für alle und die Einnahmen des Nachmittags für die „Station Regenbogen". Damit überraschten und erfreuten sie Anni Väth, die Lohrer Vertreterin der Würzburger Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder, die sich das Stück angeschaut hatte.

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