Stuppach

Geh- und Radwegbrücke bei Stuppach wird zurückgebaut

Die Geh- und Radwegbrücke über die K 2877 zwischen Stuppach und Lustbronn muss wegen massiver Schäden am Hauptträger zurückgebaut werden. In großen Bereichen des Bauwerkes haben sich holzzerstörende Pilze angesiedelt.
Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis | Die Geh- und Radwegbrücke über die K 2877 zwischen Stuppach und Lustbronn muss wegen massiver Schäden am Hauptträger zurückgebaut werden. In großen Bereichen des Bauwerkes haben sich holzzerstörende Pilze angesiedelt.

Die Geh- und Radwegbrücke über die K 2877 zwischen Stuppach und Lustbronn muss aufgrund starker Baumängel in Kürze zurückgebaut werden. Dies ist das Ergebnis einer Bauwerksprüfung durch ein externes Ingenieurbüro, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis. Unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit hat sich das Landratsamt in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung Bad Mergentheim gegen eine Instandsetzung entschieden. Der Rückbau des Überbaus ist Ende Februar vorgesehen. Dazu muss die K 2877 voll gesperrt werden.

Die Stadt Bad Mergentheim setzt sich für die Erhaltung der Brücke ein. Deshalb wird zunächst auch nur der Überbau zurückgebaut. Die Stadt und der Landkreis werden eine Anschlusslösung erarbeiten, ebenso eine mögliche neue Führung des Radwegs. In nur rund 420 Meter Entfernung zur bisherigen Brücke ist eine weitere sichere Querungsmöglichkeit der K 2877 vorhanden.

Hauptträger ist stark durchfeuchtet

Zu der Entscheidung ist es gekommen, nachdem im Zuge der Bauwerksprüfung im Juli 2018 erhebliche Schäden am Hauptträger festgestellt wurden. Um die Schäden genauer beurteilen zu können und geeignete Sanierungsmaßnahmen zu planen, wurde im August 2018 ein Ingenieurbüro mit einer objektbezogenen Schadensanalyse beauftragt. Ergebnis war, dass der Hauptträger im äußeren Bereich auf beiden Seiten über die komplette Brückenlänge stark durchfeuchtet ist. Daher konnten sich in großen Bereichen holzzerstörende Pilze ansiedeln und den Hauptträger schädigen. Die Schäden sind auf einen mangelhaften konstruktiven Holzschutz zurückzuführen.

Die bisherige Nutzung des Bauwerks als Geh- und Radwegbrücke konnte im Jahr 2018 noch aufrechterhalten werden. Eine rasche Ausbreitung des Schadensumfangs war jedoch zu erwarten. Es wurde daraufhin eine jährliche Kontrolle der Schadensausbreitung durch Sonderprüfungen angeordnet. Aufgrund der im November 2020 festgestellten Schadenserweiterung hat das Ingenieurbüro nun einen zeitnahen Rückbau des Brückenüberbaus empfohlen.

Lose Holzteile wurden entfernt

Im Dezember 2020 hat die Straßenmeisterei Bad Mergentheim festgestellt, dass Holzteile aus dem Brückenüberbau auf die darunterliegende Straße herabgefallen waren. Dies gefährdete den Straßenverkehr. Daraufhin wurden weitere lose Holzteile am Brückenüberbau entfernt und aus Gründen der Verkehrssicherheit entschieden, den Holzbrückenüberbau unverzüglich zurückzubauen.

Der genaue Zeitraum der Vollsperrung und die vorgesehene Umfahrung werden nach der verkehrsrechtlichen Anordnung von der Stadt Bad Mergentheim bekannt gegeben.

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