Oberschwarzach

3D-Scan für das Schloss

Auch die Zehntscheune wird mit einem 3D-Scan digitalisiert.
Foto: Gudrun Theuerer | Auch die Zehntscheune wird mit einem 3D-Scan digitalisiert.

Für die geplante Sanierung des Julius-Echter-Schlosses in Oberschwarzach benötigt das beauftragte Architekturbüro brück.jordan aus Würzburg einen 3D-Gebäudescan von Schloss und Zehntscheune. Da dies nicht Teil der ursprünglichen Ausschreibung war, musste der Marktgemeinderat den Scan nun zusätzlich beauftragen. In der jüngsten Sitzung, die vom zweiten Bürgermeister Manfred Baumann geleitet wurde, beschloss man daher, die Firma Angermeier mit der Erstellung einer solchen 3D-Dokumentation der Gebäude zu beauftragen.

2856 Euro kostet der Scan. Ob es für diese Maßnahme eine Förderung gibt, wird noch geklärt. Zumindest aber kann die Marktgemeinde die Dokumentation anschließend für eigene Zwecke weiterverwenden und in das Gemeindearchiv mit aufnehmen. Durch die mitgelieferte Software besteht die Möglichkeit einer virtuellen und detailgetreuen Besichtigung der Objekte. Zusätzlich können über die Software auch Maße genommen werden.

Nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen

In der November-Sitzung des vergangenen Jahres hatten Weinfachberater Wolfgang Patzwahl und Andrea Eick vom Büro Arz Ingenieure dem Gemeinderat in einer Präsentation das ausgearbeitete Bewässerungskonzept für die Marktgemeinde vorgestellt. Darin wurden zwei Varianten beschrieben, die vor dem Hintergrund des Klimawandels eine nachhaltige und umweltgerechte Nutzung der Wasserressourcen in der Zukunft gewährleisten sollen. Die dezentrale Lösung bietet dabei mehrere Aufbereitungen und große Speicherbecken. Die zentrale Lösung setzt auf eine Konzentrierung von Aufbereitung und Speicherbecken und bietet eine Oberflächenwassergewinnung, die auch touristisch genutzt werden könnte. Berücksichtigt wurde bei den Konzepten auch der Grundwasser- und Hochwasserschutz.

Die Bewässerung der Weinberge der Marktgemeinde wie hierbei Handthal beschäftigt den Marktgemeinderat auch in 2021.
Foto: Gudrun Theuerer | Die Bewässerung der Weinberge der Marktgemeinde wie hierbei Handthal beschäftigt den Marktgemeinderat auch in 2021.

Grundsätzlich stehen die Konzepte auf drei Säulen: der Wasserbeschaffung, der Wasserspeicherung und der intelligenten Bewässerung. Mindestens 1,5 Jahre brauche es dann vom Projektbeginn bis der erste Tropfen aus der Leitung kommt, so die Fachleute. Zur Förderung solcher Projekte wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im vergangenen Jahr ein Pilotförderprogramm aufgelegt. Die dabei vorgesehene Förderhöhe beträgt maximal 50 Prozent, mit einer maximalen Fördersumme in Höhe von zehn Millionen Euro. Viel zu wenig, so Bürgermeister Manfred Schötz in der November Sitzung.

Mit geschätzten Gesamtkosten von ca 18,7 Millionen Euro könne dies nur gestemmt werden, wenn eine Förderung von mindestens 80, besser 90 Prozent gewährt wird, so das Ortsoberhaupt. Insgesamt sieben Konzepte wurden in Unterfranken erstellt, so Platzwahl, alle in der gleichen Größenordnung zwischen 15 und 20 Millionen Euro, und für alle wäre die Förderung zu gering.  

Letztlich entschieden die Räte, sich trotzdem mit dem Konzept für die Aufnahmen ins Pilotförderprogramm zu bewerben und die Machbarkeitsstudie bis zum 14. Dezember dafür vorzulegen.

Noch nicht klar, wann Ehrungen nachgeholt werden

Zweiter Bürgermeister Manfred Baumann berichtete außerdem von einem Zoom-Meeting Anfang Januar mit Bürgermeistern, Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes, den beiden Landtagsabgeordneten Barbara Becker und Gerhard Eck sowie MdB Anja Weisgerber. Bis Ende Januar soll nun ein Wasser- und Bodenverband als Dachverband gegründet werden, über den die Vereine Hilfe und Unterstützung erhalten können. Es habe nur fünf Bewerbungen aus ganz Bayern gegeben, so Baumann, von denen wiederum nur zwei aus dem Weinbau kamen. Ein Grund für die letztlich doch geringe Resonanz liege möglicherweise an den hohen Kosten und der zu geringen Förderquote.

Der Bürgerbus, oder auch "MOBS" genannt, ist inzwischen in der Gemeinde angekommen, berichtete Marktgemeinderat Jürgen Moller. Aktuell erfolgt die Einweisung der zukünftigen Fahrer. Die offizielle Vorstellung des Fahrzeugs ist noch geplant.

Zwei Geschwindigkeitsmessanlagen der Marktgemeinde wechseln ihre Standorte. Eine wird von Mutzenroth nach Wiebelsberg wechseln, die zweite von Siegendorf nach Schönaich.

Auch der heuer ausgefallene Neujahrsempfang und die damit verbundenen Ehrungen waren ein Thema der Sitzung. Bürger wollten wissen, ob und wie besondere Leistungen gemeldet und auch geehrt werden würden. Hierzu gebe es noch keine Festlegung, informierte Baumann. Ganz ausfallen solle es natürlich nicht. Möglich wäre eine nachträgliche Ehrung im Sommer oder aber eine Ehrung beim nächsten Neujahrsempfang.

In diesem Zusammenhang bedauerte Markgemeinderätin Rosi Bausewein, dass viele Aktionen, gerade auch für die Senioren der Markgemeinde, aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich sind oder waren. Sie regte an, sich Gedanken zu machen, wie die Marktgemeinde, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, trotzdem die eine oder andere kleine Aktion für die Senioren durchführen könnte.

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