Schweinfurt

Berta Drescher (93): Über facetime mit der Familie verbunden

Besuche im Altenheim sind zur Zeit nicht einfach. Viele Familienmitglieder leben zudem nicht in Schweinfurt. Deswegen mag eine 93-Jährige Videotelefonate.

Das ist für mich sehr schön", sagt Berta Drescher (93) und lächelt in die Kamera ihres iPads. Mit "das" meint sie Videotelefonate. Ihre Enkel sind nicht alle in der Nähe geblieben, sie studieren, leben weiter weg."Die sind in ganz Deutschland verteilt." Seit fünf Jahren ist die 93-Jährige mit Videotelefonaten vertraut. Einer ihrer Enkel hat ihr den Chat-Dienst facetime damals eingerichtet, ihr alles erklärt.

Oma Berta Drescher und ihr Enkel Laurenz sprechen mit Redakteurin Susanne Wiedemann über   facetime über Kontakthalten in Corona-Zeiten.
Foto: Susanne Wiedemann | Oma Berta Drescher und ihr Enkel Laurenz sprechen mit Redakteurin Susanne Wiedemann über   facetime über Kontakthalten in Corona-Zeiten.

Mit facetime kann man Videotelefonate führen. Und sich so ein bisschen näher kommen, als, wenn man nur miteinander spricht. Jetzt, in Corona-Zeiten, ist das natürlich Gold wert. Mit ihren Söhnen, Enkeln, Urenkeln, Schwiegertöchtern hält sie so Kontakt, sieht sie regelmäßig. Und umgekehrt. "Die Verbindung ist schön."

Ein Tremor (Zittern) macht ihr zu schaffen, deswegen benutzt sie eine Art Stift, um die Nummer zu wählen. Oder einen Anruf anzunehmen. So leicht lässt sie sich nicht unterkriegen. Und falls mal was nicht klappt, hilft ihr jemand von den Pflegekräften im Heim. Die kennen sich aus damit. "Und sind sehr nett", sagt sie. 

"Oh, ich kriege gerade einen facetime-Anruf von meiner Oma": Wenn Enkel Laurenz Drescher so etwas sagt, schauen die Leute schon mal erstaunt, erzählt er beim Video-Gespräch mit der Oma. Es können nämlich mehrere Personen teilnehmen, so eine Art Konferenz machen. Wenn die ganze, große Drescher-Familie zusammen ist, schauen dann natürlich alle, dass sie der Oma gemeinsam Hallo sagen. "Oma war schon immer offen gegenüber der Technik", sagt Laurenz Drescher mit Stolz. Feuer und Flamme sei sie für die Videotelefonate. "Ich kann das nur empfehlen", sagt sie. "Die Enkel sehen die Oma jetzt so oft wie noch nie vorher", freut sich Laurenz Drescher mit der Oma. 

Videokonferenzen, Videotelefonate, das gehört seit Corona für viele zum Alltag. Wer von Zuhause aus arbeitet, denkt spätestens beim zweiten Mal daran, im Hintergrund ein bisschen aufzuräumen.  Ist das auch so, wenn man mit der Oma video-telefoniert? Laurenz Drescher lacht. "Ich achte  schon drauf, welche Ecken ich der Oma zeige."  Klar, jeder will sich seiner Oma gegenüber von seiner besten Seite zeigen. Egal, ob sie zu Besuch kommt oder via facetime anruft. Da ändert auch Corona nichts daran.   

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Schweinfurt und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Schweinfurt
Susanne Wiedemann
Coronavirus
Coronazeiten
Enkel
Familienmitglieder
Kameras und Photoapparate
Pflegepersonal
Schwiegertöchter
Seniorenheime
Söhne
Videokonferenzen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!