Marktsteinach

Das Wichtigste für Kinder ist Geborgenheit

Blumen und Kerze beim Dienstjubiläum (von links): Jennifer Hertlein, Jubilarin Dagmar Kaiser, Linda Werb und Diakon Frank Menig.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Blumen und Kerze beim Dienstjubiläum (von links): Jennifer Hertlein, Jubilarin Dagmar Kaiser, Linda Werb und Diakon Frank Menig.

"Ich wollte schon immer mit Kindern arbeiten." – Das war der Berufswunsch von Dagmar Kaiser von Jugend an. Am Montag konnte sie im Kreis der Kindergartenkinder ihr 40-jähriges Dienstjubiläum im eingruppigen Caritas-Kindergarten Rabennest an der Steinach in Marktsteinach begehen. Diakon Frank Menig überreichte ihr eine Kerze mit dem Caritas-Symbol und die stellvertretende Vorsitzende des Kindergartenträgervereins, Jennifer Hertlein, gratulierte mit einem Blumenstrauß und einem Geschenkgutschein.

"Eigentlich sollte ich eine Lehre als Bankkauffrau beginnen", sagt Dagmar Kaiser. Aber sie, die schon als 14-Jährige gerne als Babysitterin Kinder beaufsichtigte, habe sich letztlich durchgesetzt. Und ihre Erfahrungen im Berufsleben haben ihr Recht gegeben, "denn man bleibt einfach jung, wenn man mit Kindern arbeitet". Vor allem schätzt sie die Vielfalt im Kindergartenalltag.

Im Rückblick auf ihre lange Zeit im Kindergarten Marktsteinach, dessen Leitung sie nach dem Weggang der Ordenschwestern übernahm, stellt sie manche Veränderungen fest. So haben sich ihrer Meinung nach die Anforderungen an den Beruf verändert, da in jüngster Zeit mehr "Dokumentation" nötig sei. Es seien Beobachtungsbögen für die Kinder und verbindlich Elterngespräche zu führen. Auch müsse pro Monat gegenüber der Regierung genauestens Aufschluss über die Anzahl der betreuten Kinder, den Personalstand und das Programm in der Einrichtung gegeben werden.

Der Schnelllebigkeit unserer Zeit werde im Kindergarten Rechnung getragen: "Wir versuchen immer wieder, den Kindern Ruhezeiten zu ermöglichen", sagt Dagmar Kaiser. Jedoch hätten sich die Kinder selbst nicht viel verändert. Das Wichtigste sei es gewesen und heute immer noch, ihnen Geborgenheit und Zuwendung zu schenken.

Im Vergleich zu Dagmar Kaisers Berufseinstieg hat sich das Aufnahmealter der Kinder in der Einrichtung von drei auf zwei Jahre verschoben und es sind mehr Betreuer für die Kinder da. Allerdings wird in der pädagogischen Arbeit jetzt der Wertevermittlung große Bedeutung zuerkannt. "Es geht nicht mehr nur darum, ein Lied mit den Kindern zu lernen oder ihnen eine Geschichte zu erzählen", so Dagmar Kaiser. Vielmehr stünden bei den Aktionen im Kindergarten Themen wie Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit oder soziales Verhalten im Mittelpunkt. Gerade aufgrund der Corona-Zeit, in der die Kinder wenig soziale Kontakte hatten, sei es notwendig, wieder die Kommunikation untereinander neu einzuüben.

Da sich Dagmar Kaiser nach vier Jahrzehnten nach und nach aus dem Berufsleben verabschieden will, hat sie vor drei Jahren die Kindergartenleitung in jüngere Hände gelegt.

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