Schweinfurt

Die künftige Karriere auf dem Schirm

Der Schweinfurter Abi-Info-Tag (SAIT) 2021 fand erstmals online statt.
Auch schlechte Zeiten haben gute Seiten: Beratungslehrer Markus Beer, Berufsberaterin Stefanie Schäfner und Teamleiter Thomas Schlereth von der Agentur für Arbeit Schweinfurt gingen beim SAIT 2021 online.
Foto: Uwe Eichler | Auch schlechte Zeiten haben gute Seiten: Beratungslehrer Markus Beer, Berufsberaterin Stefanie Schäfner und Teamleiter Thomas Schlereth von der Agentur für Arbeit Schweinfurt gingen beim SAIT 2021 online.

Ein Lehrertraum wurde wahr, beim "Schweinfurter Abi-Infotag 2021" der FOS/BOS Schweinfurt, besser bekannt unter dem Kürzel "SAIT": Die Veranstaltung fand coronabedingt erstmals online statt. Schulleiter Harald Bauer war zwischendurch sogar an zwei Orten gleichzeitig präsent, dank einiger Sekunden Zeitverzögerung beim "Live-Stream" in der Videokonferenz.

In einem Raum wurden die Schweinfurter Redebeiträge aufgezeichnet, im Rahmen der "Berufsberatung vor dem Erwerbsleben (BbvE)" der Agentur für Arbeit. Im Nachbarklassenzimmer wurde die Premiere von den lokalen Teilnehmern mitverfolgt. Trotz moderner Digitaltechnik: "Diese Veranstaltung hat doch etwas Kraft gekostet in der Vorbereitung", stellte Bauer zur Begrüßung fest. Sein besonderer Dank ging an die bewährten Mitstreiter vor Ort: der Schweinfurter Agenturleiter Thomas Stelzer, Thomas Schlereth als Leiter des Berufsberater-Teams der Agentur für Arbeit, sowie Markus Beer, Beratungslehrer an der Friedrich-Fischer-Schule.

Alle Hände voll zu tun hatte auch Kollege Matthias Häufglöckner, der das Einloggen und Umschalten koordinierte. Ebenso gelobt wurde die gute (internet-)technische Vorbereitung des Events auf Schülerseite:  Hier hatten Sebastian Siedler, Florian Korbacher, André Markert, Jens Hümmer und Veit Weidinger zu Maus und Tastatur gegriffen.  

Ein Jahrzehnt lang gibt es SAIT schon, im 11. Jahr fand sie erstmals im Netz statt, als Infoveranstaltung für Absolventen der Schweinfurter Gymnasien sowie der Fach- und Berufsoberschule. Insgesamt zwölf  Hochschulen stellten sich in zwei Gruppen vor:  Bayreuth, Ilmenau, Nürnberg, Schmalkalden, Würzburg, Ansbach, Coburg, Erfurt, Erlangen, Fulda, Hof und Schweinfurt. Ebenso zugeschaltet war die Haßfurter Heinrich-Thein-Schule "mit Abi plus Auto": ein Programm, dass Studienabbrechern wie Abiturienten eine Karriere im Kfz-Gewerbe ermöglicht. Ebenfalls im Angebot des Staatlichen Berufsschulzentrums in Haßfurt befindet sich "IT-Qualifiziert³": In Kooperation mit der IHK Würzburg-Schweinfurt werden Abiturienten zu Fachinformatikern ausgebildet, mit Zusatzqualifizierungen.

Keine Scheu vor der Kamera: Schulleiter Harald Bauer (links) und Agentur-Chef Thomas Stelzer nehmen im "FOS/BOS-Studio" Platz, Matthias Häufglöckner erklärt die Digital-Technik.
Foto: Uwe Eichler | Keine Scheu vor der Kamera: Schulleiter Harald Bauer (links) und Agentur-Chef Thomas Stelzer nehmen im "FOS/BOS-Studio" Platz, Matthias Häufglöckner erklärt die Digital-Technik.

Zu Beginn schon 170 Zuschauer

Fragen durften im Chat gestellt werden. Der virtuelle Infotag soll zugleich Impulse für künftige Veranstaltungen dieser Art geben. Wie bei den großen Online-Konferenzen dieser Tage ist "learning by doing" angesagt. Am Samstagvormittag schalteten sich bereits zu Beginn 170 digitale Zuschauer zu, als Stefanie Schäfner, Berufs- und Studienberaterin der Agentur, den Überblick gab. Duales Studium, ein Bachelor- oder Master-Studiengang oder eine Lehre, all das ist drin.

In Schweinfurt selbst gebe es nur ein leichtes Minus auf dem Ausbildungsmarkt, berichtete Thomas Stelzer: Pandemie hin oder her, qualifizierte Schulabgänger seien weiterhin als Azubis gefragt. Agentur-Pressesprecherin Tanja Neppe hatte das Diagramm dabei, mit den amtlichen Zahlen im Gesamtgebiet: 4033 offenen Stellen standen letztes Jahr 2611 Bewerber gegenüber. In der Berufsberatung wurde eine Hotline für Eltern und Schüler eingerichtet.   

Schule ist technisch gut ausgestattet

Es klappt gut, mit dem Online-SAIT, die FOS/BOS ist dank Digitalpakt und Förderprogramm von Bund und Ländern bereits mit modernem Gerät ausgestattet: von der Touchscreen-Tafel bis zum Tablet für jeden Lehrer, der sich damit auf den großen Bildschirm einloggen kann. "Wir haben erwachsene Schüler", sagt Markus Beer, "das ist ein Geschenk". In einem Alter von 16 Jahren aufwärts kenne man sich als FOS/BOSler schon aus, in der Welt der Computer-Klicks und Video-Schaltungen.

Zuletzt, im Lockdown, war Homeschooling angesagt unter den etwa 800 Schülern. Wer kein Tablet hat, kann sich eines leihen, wer unter Netzproblemen leidet, darf ins Klassenzimmer kommen. Demnächst steht wieder Wechselunterricht auf dem Programm, wobei die anwesenden Klassen auf zwei Zimmer verteilt werden, und eine Klasse dem Vortrag des Lehrers per Monitor folgt: "Wichtig ist, dass alle auf dem gleichen Stand sind." Am Ende ist Schulleiter Bauer zufrieden mit dem Verlauf des SAIT, auch mit der Resonanz. Insgesamt habe es 2700 Zugriffe gegeben, mit naturgemäß hohem "Run" auf nahegelegene Hochschulen, wie Würzburg, Schweinfurt oder Coburg: "Nächstes Jahr wollen wir wieder eine Präsenzveranstaltung anbieten."

Digitaler Feinschliff gefragt: Der Namensgeber der Friedrich-Fischer-Schule arbeitete noch analog.
Foto: Uwe Eichler | Digitaler Feinschliff gefragt: Der Namensgeber der Friedrich-Fischer-Schule arbeitete noch analog.
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