Schweinfurt

Schweinfurt: Ein Ausweichquartier für 50 Kindergartenkinder

Das 'Interimsquartier' des Kindergartens Maria Hilf ist offiziell eröffnet: Pfarrer Joachim Morgenroth, Ralf Hofmann seitens des Bauvereins, OB Sebastian Remelé und Kindergartenleiterin Eva-Maria Hartling durchschnitten symbolisch das Band.
Foto: Uwe Eichler | Das "Interimsquartier" des Kindergartens Maria Hilf ist offiziell eröffnet: Pfarrer Joachim Morgenroth, Ralf Hofmann seitens des Bauvereins, OB Sebastian Remelé und Kindergartenleiterin Eva-Maria Hartling ...

Auch wenn das Ausweichquartier der Kindertagesstätte "Maria Hilf" ein ganzes Stück von der gleichnamigen Kirche entfernt liegt, befindet es sich doch auf "heiligem Grund" - so sah es zumindest Stadtrat Ralf Hofmann als Aufsichtsratsvorsitzender des Schweinfurter Bauvereins. Die Genossenschaft stellt in der Gartenstadtstraße 55 bis 59 kostenfrei ein Grundstück zur Verfügung, für 50 Kindergartenkinder und zwölf neue Krippenplätze. In der Gartenstadtstraße standen einst traditionsreiche Häuser, die sich schon seit den 1920ern im Besitz des über hundert Jahre alten Bauvereins befunden haben. Nun soll dort die nächste Generation ein vorübergehendes Zuhause finden.

Die improvisierte Bleibe in Modul-, sprich Containerbauweise ersetzt zwei Jahre lang die betagte und sanierungsbedürftige Stammkita in der Fritz-Soldmann-Straße, wo insbesondere zwei Krippengruppen integriert werden sollen. Der Abbruch dort hat bereits gestartet, ab Frühjahr wird an gleicher Stelle neu gebaut. Rund vier Millionen Euro wird dieses Projekt kosten, mit der Stadt als Treuhänderin, in Kooperation mit der Kirchenstiftung "Maria Hilf" und der Diözese Würzburg. Es entstehen Betreuungsplätze für 74 Kinder und eine weitere Krippengruppe.

Ein Modell für die Zukunft

Oberbürgermeister Sebastian Remelé erinnerte bei der kleinen Übergabezeremonie an langwierige Verhandlungen zwischen den Akteuren angesichts komplizierter Förderrichtlinien. Nun habe man eine gute Lösung erreicht. Etwa eine halbe Million Euro werden in den Behelfsbau inklusive Außenanlagen investiert – auch hier trägt die Stadt 80 Prozent der Kosten. Die Sonderregelung zur Finanzierung des Kitaneubaus hatte ebenso zu politischen Debatten geführt wie die Übergangslösung unweit des Gartenstadtbunkers.

Pfarrer Joachim Morgenroth blickte seitens der Kirchenstiftung auf mehr als 20 Jahre Vorgeschichte des Neubauprojekts zurück. "Was nach zähen Verhandlungen gelungen ist, ist eigentlich ein Modell für die Zukunft", meinte Morgenroth, sichtlich erleichtert über das Erreichen des Etappenziels. "Wir sind an einen Punkt gekommen, dass wir abreißen können, dass wir Pläne haben für den Neubau." Insbesondere sei man froh, alle bestehenden Gruppen während der Bauzeit weiter betreuen zu können.

Ziel ist eine attraktive "Gartenstadt 2.0"

Gemeinsam wurde vor dem Eingang das Band durchschnitten, mit Bastelscheren aus dem Fundus der Jüngsten. Kindergartenleiterin Eva-Maria Hartling führte dann durch den funktional und zweckmäßig gestalteten, aber geräumigen Zweitkindergarten. Neben dem Umzug haben vor allem die nötigen Coronamaßnahmen das Personal im letzten Jahr auf Trab gehalten. Nun hoffen die sechs Betreuerinnen auf ruhigere Zeiten für "Pinguine" wie "Seesterne". Ralf Hofmann sah die Bereitstellung der Fläche durch den Bauverein als Unterstützung für junge Familien, mit dem Ziel, einer modernen und attraktiven "Gartenstadt 2.0".

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