Eine Jüdin überlebte im Dorf die Nazizeit

Landjudentum in Unterfranken: Leo Jäger führte im Rahmen der mittlerweile nach Schwanfeld weiter gewanderten

Ausstellung über die einstigen Wohnstätten der jüdischen Bevölkerung in Gochsheim

Das frühere Anwesen der Familie Heldmann. Beide Eheleute kamen in Theresienstadt um.
| Das frühere Anwesen der Familie Heldmann. Beide Eheleute kamen in Theresienstadt um.

Als Startpunkt zur Führung „Die Wohnstätten der jüdischen Bevölkerung in Gochsheim“ hat Leo Jäger das Kriegerdenkmal gewählt. Er erinnert dort an die Zehntausende jüdischen Männer, die in den Kriegen 1870/71 und 1914 bis 1918 für Deutschland kämpften. Aber auch im Zweiten Weltkrieg standen Männer jüdischer Herkunft „bei Hitler unter Waffen. Sie dachten, damit ihren Familien zu helfen und im Volk anerkannt zu werden“. Dass es anders kam, muss er nicht sagen.

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