Niederwerrn

Erinnerung an die Kinder von nebenan

Gedenkort für alle Generationen: Zahlreiche Menschen haben sich in Niederwerrn zur Erinnerung an die Novemberpogrome 1938 und die Deportationen in der NS-Zeit versammelt.
Foto: Uwe Eichler | Gedenkort für alle Generationen: Zahlreiche Menschen haben sich in Niederwerrn zur Erinnerung an die Novemberpogrome 1938 und die Deportationen in der NS-Zeit versammelt.

Es geschah (auch) am helllichten Tag: Mit Anneliese Schneider ist noch eine von mehreren Zeitzeugen vor Ort, beim Gedenken an die Novemberpogrome 1938. Am 7. November hatte der jüdische Pole Herschel Grynszpan in Paris den Botschaftsangehörigen Ernst vom Rath niedergeschossen. Die NS-Führung nahm das Attentat als Vorwand für mehrtägigen Staatsterror gegen die jüdische Minderheit im Reich. "Wir Kinder mussten nachts ja schlafen", erzählt Schneider, die 1933 geboren worden ist. Sie kann sich aber noch gut an die SA-Männer erinnern, die auch tagsüber Betten aus den Fenstern geworfen haben.

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