Grafenrheinfeld

RaF: Was sich seit zehn Jahren hinter der Abkürzung verbirgt

'Danke für den Zusammenhalt' hieß es 2019 zum Erntedankfestzug – ein Slogan der seit nunmehr zehn Jahren bei den Rafelder aktiven Familien Programm ist.
Foto: Rüdiger Zabel | "Danke für den Zusammenhalt" hieß es 2019 zum Erntedankfestzug – ein Slogan der seit nunmehr zehn Jahren bei den Rafelder aktiven Familien Programm ist.

In diesem Jahr feiern die Rafelder aktiven Familien ihr zehnjähriges Bestehen. An sich kein weltbewegendes Jubiläum. Schaut man allerdings mal hinter die Kulissen der kleinen Grafenrheinfelder Institution, kommt man dann doch ins Staunen. Über 12 000 Euro haben die 15 Rafelder aktiven Familien in dieser Zeit nämlich an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

Doch was sind die Rafelder aktiven Familien überhaupt, die mit ihrer selbstgewählten Kurzform RaF doch auch immer mal wieder augenzwinkernde Kommentare provozieren?

Wie Mitinitiator Thomas Weigand im Telefongespräch erzählt, entstand der Zusammenschluss einiger Eltern 2010 an der Kirchweih, aus Mitgliedern der damaligen Krabbelgruppe in Grafenrheinfeld. Zu diesem Zeitpunkt waren nämlich zwar die Kinder längst aus dem Krabbelalter heraus, die Familie aber noch immer freundschaftlich verbandelt – das wollte keiner mehr aufgeben.

Und so entstand die RaF – bewusst nicht als Verein etabliert, um die Bürokratie zu vermeiden, die eine solche Vereinsgründung mit sich bringt, berichtet Weigand nun im Rückblick.

Eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte 

Es war der Startschuss einer ungewöhnlichen Erfolgsgeschichte, denn die RaF ist mittlerweile ein fester Bestandteil des dörflichen Lebens und stemmt nicht nur – dann mit insgesamt 75 Helfern – die gigantischen Kleider- und Spielzeugmärkte im Frühjahr und Herbst in der Altmainsporthalle. Sie beteiligten sich bis 2018 auch an den gemeindlichen Ferienspaß-Aktionen, waren beim Mainbogen-Kinderspieltag in Sennfeld  mit von der Partie, helfen bei der Grafenrheinfelder Kirchweih im "Brotestand", bauen das große Kirchweihzelt auf und wieder ab, sorgen beim traditionellen Erntedankfestzug für Unterhaltung und organisieren gemeinsam mit den Rafelder Krautsköpfen (RKK) seit einigen Jahren auch noch den Kinderfasching.

Dorfverbindende Veranstaltungen wie Bürgerkegeln und Bürgerschießen stehen ebenfalls fest auf dem Programmplan der RaF, die übrigens schon mehrfach den Sieger beim Bürgerschießen stellten. Dazu kommen noch RaF-interne Ausflüge und Männerzeltwochenenden, die weiter den geselligen Zusammenhalt der Truppe festigen.  

Spendenfreude

Und weil die Mitglieder der RaF so schätzen, was sie in ihrem Kreise haben, spenden sie die erwirtschafteten Einnahmen gerne für soziale Zwecke in der Region. Über Zuwendungen durften sich da unter anderem schon das Frauenhaus, der Schweinfurter Wildpark, die Kinderstation des Leopoldina-Krankenhauses, die Schwebheimer Heideschule, die Grundschule und die KiTas in Grafenrheinfeld, das Jugendhilfezentrum Maria Schutz und die Aktion Patenkind freuen.

Ganz aktuell wurden 2020 sogar zweimal gespendet: Für Grafenrheinfeld gab es an der Bibliothek eine E-Ladesäule, und für die Mädchen des Antonia-Werr-Zentrums gab es zur Corona-Zeit vier dringend benötigte Laptops.  Man sieht, das Geld der vergangenen zehn Jahre wurde gut investiert. Und mit der Freigiebigkeit sei "natürlich noch lange nicht Schluss", verspricht Thomas Weigand.

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