Schweinfurt

Schweinfurt: Keiner weiß, wie viele Schüler zum Corona-Test gehen

Bei der Öffnung der Grundschulen am 22. Februar hieß es, man arbeite an einem Testkonzept, wolle Schnelltests bereitstellen. Bis heute gibt es sie nicht. Wie es bisher läuft.
Geplante Tests über die Schulen gibt es bisher nicht. Wer mag, meldet sein Kind in den Testzentren Schweinfurt und Gerolzhofen an. Wie viele das tatsächlich tun, weiß das Staatliche Schulamt Schweinfurt nicht.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa | Geplante Tests über die Schulen gibt es bisher nicht. Wer mag, meldet sein Kind in den Testzentren Schweinfurt und Gerolzhofen an. Wie viele das tatsächlich tun, weiß das Staatliche Schulamt Schweinfurt nicht.

Seit mittlerweile knapp zwei Wochen gehen Bayerns Grund- und Förderschüler wieder in die Schule. Präsenzunterricht statt Distanz. Zumindest dort, wo die Inzidenz unter 100 liegt. In Schweinfurt Stadt und Landkreis liegt diese Marke weit über dem, was man inzwischen gewöhnt ist. Trotzdem, so hieß es bei der Öffnung der Schulen auch aus dem Kultusministerium, müsse man vorsichtig sein. Also eine vorsichtige Öffnung der Grundschulen, man werde mehr für den Infektionsschutz tun, heißt es in einem Schreiben an die Schulen vom 16. Februar.

Bei dieser Ankündigung ist es bisher allerdings geblieben. "Ähnlich wie zu Beginn des Schuljahres werden ab sofort für Schülerinnen und Schüler, die in den Präsenzunterricht gehen, sowie für Lehrkräfte kostenlose Reihentestungen zu bestimmten Uhrzeiten angeboten. Sobald Schnelltests zugelassen und verfügbar sind, sollen diese auch regelmäßig zum Einsatz kommen." O-Ton aus dem Kultusministerium, der nach geplanten Tests klingt. Auch jetzt. Aber wie wird das umgesetzt an den Schulen, wie oft werden Lehrer und Schüler im Raum Schweinfurt aktuell getestet? 

An den Schulen selbst wird nicht getestet

Die Antwort ist banal und kommt etwas unerwartet: Man weiß es schlicht nicht. Stefanie Schiffer, stellvertretende fachliche Leitung des Staatlichen Schulamts für den Landkreis und die Stadt Schweinfurt sagt es offen: Man hat "keine verlässlichen Zahlen". Denn: Ob sich Lehrer oder Schüler testen lassen, ist nicht nur freiwillig, es läuft auch offensichtlich an den Behörden oder Schulen vorbei.

Selbstmanagement statt geplanter Tests in regelmäßigen Abständen. Wer mag, meldet sein Kind für einen Test an, zum Beispiel beim Testzentrum in Schweinfurt. Ähnlich ist es bei den Lehrern. In den Schulen, wie es in den Ankündigungen des Kultusministeriums herausklingt, wird nicht getestet.

Der nächste Schritt sind Selbsttests

Und in Zukunft? Da setzt der Staat auf Selbsttests, sowohl in Kitas als auch in den Schulen. In der nächsten oder übernächsten Woche sollen die ersten Eintreffen, sagt Schiffer. Schweinfurt mit seiner niedrigen Inzidenz steht nicht gerade an erster Stelle auf der Verteilerliste. Die erste Lieferung allerdings kommt nur an Lehrer und Personal.

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Erst später sollen Selbsttests für Schüler ausgegeben werden. Und auch dann nur an die älteren. Schüler ab 15 Jahren sollen künftig einen Selbsttest pro Woche bekommen. Auch diese werden freiwillig sein. Wer überhaupt Interesse hat, wird dann abgefragt, wenn klar ist, wann die Selbsttests auch für Schüler angeboten und von den Schulen verteilt werden können, sagt Schiffer. Für den Laien ist das weit entfernt von dem, was in den Ankündigungen aus der Politik immer wieder anklingt: Die Schulen vorsichtig für den Präsenzunterricht zu öffnen und dabei streng zu überwachen.

Impfungen: Wann sind die Lehrer dran?

Automatisiert ablaufen soll das Impfen der Lehrer, die in der Prioritätenliste inzwischen nach oben gesetzt worden sind. Jeder Einzelne muss sich wie andere auch beim Impfportal anmelden. Inzwischen gibt es dort unter der Angabe des Berufs auch ein entsprechendes Kästchen. Wie üblich, bekommen dann auch Lehrer ihren Impftermin persönlich, müssen bei der Impfung dann eine entsprechende Bestätigung vorweisen. Wie das Interesse unter den Lehrern ist? Stefanie Schiffer geht von einer relativ großen Bereitschaft aus.

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