Alitzheim

Standort für Kinderkrippe noch offen

Auf der Nordseite des 1994 eröffneten Kindergartens "Pusteblume" in Sulzheim könnte der neue Krippenanbau entstehen.
Foto: Peter Pfannes | Auf der Nordseite des 1994 eröffneten Kindergartens "Pusteblume" in Sulzheim könnte der neue Krippenanbau entstehen.

Die künftige Betreuung von Kleinstkindern in den Kindergärten beschäftigt den Sulzheimer Gemeinderat seit Monaten. Eine Kinderkrippe wird dringend benötigt, die Planungen laufen auf Hochtouren. In der Sitzung des Gemeinderats am Montag stellten drei Architekten ihre Planentwürfe für einen Kinderkrippenanbau vor. Mögliche Standorte sind die Kindergärten "St. Martin" in Alitzheim oder "Pusteblume" in Sulzheim.

Die Sitzung war auf Antrag von Kindergartenreferent Daniel Stark in die Sporthalle der DJK Alitzheim verlegt worden, um in Corona-Zeiten möglichst vielen Zuhörern eine Chance auf Information zu bieten. Er betonte, man sei am Anfang der Planungen. "Wir versuchen, für die gesamte Gemeinde die beste Lösung zu finden", so Stark. Kirchturmdenken habe bei der Standortfrage keinen Platz. Zweiter Bürgermeister Albrecht Dazer begrüßte neben den Mitgliedern des Gemeinderats etwa 25 Zuhörer. Er nahm gleich vorweg: "Wir werden heute öffentlich keine Entscheidung treffen."

Die Architekten-Vorträge startete Dieter Buzzi vom Büro Schlereth und Buzzi in Gerolzhofen. Kinder sollen erleben können, was Alt- und Neubau ist, sagte er. In Alitzheim plant er den Anbau nordöstlich des Bestands. Große Fenster sorgen für helle Räume. Die Erschließung erfolgt über die vorhandene Küche. Der umbaute Raum beträgt 869 Kubikmeter. Buzzis erste Kostenschätzung liegt bei 748 000 Euro.

Betrieb könnte weiterlaufen

In Sulzheim könnte der Anbau im Norden des Bestands erfolgen. Der Eingang bliebe bestehen. Die Erschließung des Neubaus erfolgt über den jetzigen Abstellraum und die Garderobe. Die Größe des umbauten Raums entspricht der in Alitzheim. Seine erste Kostenschätzung für Sulzheim liegt bei 721 000 Euro. Der Kindergartenbetrieb könne während der Arbeiten am Neubau bei beiden Vorschlägen aufrechterhalten bleiben.

Architekt Benedikt Gerber vom gleichnamigen Büro aus Werneck will ein Haus für die Kinder schaffen, in dem sie sich wohlfühlen. Er befürwortet für den Sulzheimer Kindergarten (1994 erbaut) eine Generalsanierung. Für einen Anbau hatte er drei Varianten erarbeitet. Seine geschätzten Kosten: Krippenanbau 1,2 Millionen Euro plus die notwendige Generalsanierung mit 1,5 Millionen Euro. Zusammen wären das 2,7 Millionen Euro. Gerber könnte sich auch einen kompletten Neubau mit Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro vorstellen.

In Alitzheim sieht Gerber den 40 Meter langen Flur als problematisch an. Zwei Varianten wären möglich: Errichtung eines Querbaus oder Anbau von zwei Krippengruppen auf der Nordseite. Die Kosten lägen bei etwa einer Million Euro.

Architekt Rudi Vogel vom gleichnamigen Büro aus Würzburg würde in Sulzheim die Kinderkrippe an die Nordseite des Kindergartens anschließen. Auch er würde wie seine Vorredner die Verbindung über den Abstellraum erstellen und am Bestand kaum etwas verändern. Seine geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 700 000 Euro. Bürgermeister Jürgen Schwab überreichte er ein Modell seines Entwurfs.

Das Alitzheimer Projekt bezeichnete er aufgrund des Gefälles im Außenbereich als "vergleichsweise schwieriger". Sein Standortkonzept für einen möglichen Anbau entsprach dem seiner beiden Mitbewerber. Die Kostenschätzung für Alitzheim liegt bei 800 000 Euro.

Die Zuhörer durften in der Sitzung Fragen stellen. Ein Bürger warf ein, warum man nicht für Alitzheim an einen separaten Neubau gedacht hat. Schwab antwortete, die Aufgabenstellung sei gewesen, Ideen zu sammeln und den Bestand mit einzubeziehen. "Kostengünstig mit Fördergeldern", lautet seine Devise. Zum Zeitplan meinte der Ortschef auf Anfrage: Bis Sommer soll eine Entscheidung über den Standort gefallen sein. Fertigstellung dann in zwei Jahren "ohne Gewähr".

Für den Kindergarten "St. Martin" in Alitzheim sehen die Architektenentwürfe einen Anbau im hinteren Bereich des Bestands vor.
Foto: Peter Pfannes | Für den Kindergarten "St. Martin" in Alitzheim sehen die Architektenentwürfe einen Anbau im hinteren Bereich des Bestands vor.
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