Schweinfurt

Weil Reden Gold ist: Neustart für Schweinfurter Gesprächsladen

Neuer Standort, neue Leitung: Nach dem Umzug an den Marktplatz ist der neue Gesprächsladen nun offiziell eingeweiht worden.
Schweigen ist Silber, Reden ist Gold: Joachim Morgenroth (Stadtpfarrei Heilig Geist Schweinfurt), Christine Endres (Leiterin Diakonische Pastoral und Sonderseelsorge in der Diözese Würzburg) sowie Leiter Lorenz Hummel im Gespräch am neuen GesprächsLaden (von links).
Foto: Uwe Eichler | Schweigen ist Silber, Reden ist Gold: Joachim Morgenroth (Stadtpfarrei Heilig Geist Schweinfurt), Christine Endres (Leiterin Diakonische Pastoral und Sonderseelsorge in der Diözese Würzburg) sowie Leiter Lorenz ...

Vor einigen Monaten ist der Gesprächsladen von der Manggasse an den Marktplatz umgezogen, Hausnummer 20. Auch an der Spitze der 21 Jahre alten Institution gab es einen Wechsel, nachdem Robert Bundschuh im Sommer in den Ruhestand gegangen ist. Nun wurde Einweihung gefeiert, coronabedingt in kleiner Runde, ohne Sekt und Häppchen. Die Feier umrahmte Klezmermusik und Klassik, von Klarinettist Konrad Zellmer aus Rottenbauer, begleitet von seinem Quasi-Nachbarn Lorenz Hummel. Der Würzburger Pastoralreferent und Familienvater Hummel leitet nun den GesprächsLaden. Die Auftaktworte übernahm Christine Endres, im Bistum zuständig für die Diakonische Pastoralarbeit und die Sonderseelsorge: "Manchmal scheitern die großen Ideen am Alltag. In diesem Fall ist es geglückt".   

Auf der Karte ist die Entfernung zur Manggasse nur ein Katzensprung. In der Realität war der Neustart alles andere als einfach. Im Gebäude, das früher unter anderem ein Orthopädiegeschäft beherbergt hat, gab es einigen Umbau- und Sanierungsbedarf. In zentraler Lage steht das Team nun Menschen in Glaubens- und Lebenskrisen zur Seite, in der Regel nach Terminvereinbarung (www.gespraechsladen-schweinfurt.de). "Die neuen Probleme sind immer auch die alten": Pfarrer Joachim Morgenroth erinnerte für die Stadtpfarrei daran, dass es bei jeder Weihe um eine Art "Desinfektion" geht. Für andere Menschen das "Salz der Erde" zu sein, Licht ins Dunkel persönlicher Nöte und Sorgen zu bringen: Diese christliche Aufgabe sei wichtiger als je zuvor, stellte Morgenroth fest, bevor er die Räume mit Weihwasser segnete.

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"Corona kam uns zu Hilfe", berichtete Reinhildis Noronha, eine von 14 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Team: "Durch die Schließung hatten wir Zeit, die neuen Räume zu gestalten." Noch bis Anfang nächsten Jahres stellt die Dittelbrunner Künstlerin ihre Bilder am Markt 20 aus.

Sorya Lippert wurde durch einen Versprecher als "Bürgermeisterin von Würzburg" vorgestellt. "Wir müssen zusammenwachsen", meinte Lippert, als protokollarische Nr.2 der Stadt, "in Zeiten, die schwierig sind und noch schwieriger werden, und dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen." Woran es derzeit vor allem fehle, sei das Gespräch. Dass auch das Geld knapp werden wird, in der Stadtkasse, daraus macht die Zweite Bürgermeisterin keinen Hehl. Entsprechend werde die Bedeutung des Ehrenamts steigen.

Angesichts der aktuellen Situation sind Gespräche ab Montag bis auf weiteres nur noch telefonisch möglich, Telefon (0 97 21) 20 79 55. Ab 9. November kann man den Gesprächsladen auch via Mail unter beratung@gespraechsladen-schweinfurt.de kontaktieren.

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