Zellerau

600 Quadratmeter große Betonschüssel für den Skatepark

Die ersten Skater waren bereits in Aktion, während die neue 'Bowl' auf den Mainwiesen offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde (von links) Gunther Kunze, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie, Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Umwelt-Bürgermeister Martin Heilig, Kämmerer Robert Scheller und Helge Bert Grob, Leiter des städtischen Gartenamts.
Foto: Patrick Wötzel | Die ersten Skater waren bereits in Aktion, während die neue "Bowl" auf den Mainwiesen offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde (von links) Gunther Kunze, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie, ...

Wobble, Corner oder Wallride: So heißen einige der Bestandteile der neuen Betonschüssel, mit der die beliebte Skateanlage in den Zellerauer Mainwiesen ergänzt wurde. Am Freitag wurde sie in Anwesenheit der Rathaus-Spitze offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Da der Trendsport Skateboarding mit seinen Sprüngen, akrobatischen Kunststücken und kontrollierten Stürzen aus den USA stammt, ist der rund 600 Quadratmeter große neue Bestandteil des Skateparks natürlich keine Schüssel, sondern eine "Bowl". Der englische Begriff stammt aus den 1970er Jahren, als Skater in Kalifornien stillgelegte Schwimmbecken für ihre Sportart nutzten, die damals häufig in Schüsselform angelegt waren.

Die neue Bowl erweitert und ergänzt den 2012 auf den Zellerauer Mainwiesen eröffneten Skatepark, der bisher vor allem aus Street-Elementen bestand – also Rampen und Hindernissen, mit denen Sitzbänke, Bordsteinkanten oder Handläufe von Treppen aus dem öffentlichen Raum nachempfunden werden. "Unsere Skateanlage erfreut sich seit 2012 großer Beliebtheit bei der Würzburger Szene und weit darüber hinaus", sagte Oberbürgermeister Christian Schuchardt: "Durch die Bowl wird sie ideal ergänzt."

Für Anfänger wie für Profis geeignet

Die Schüssel bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade und ist daher  für Anfänger ebenso geeignet wie für Skateboard-Profis. Sie wurde etwa 70 Zentimeter tief in den Boden eingelassen und orientiert sich, wie die bisherige Skateanlage auch, an der Fließrichtung des Mains. Im Falle eines Hochwassers ist durch einen offenen Zugang sichergestellt, dass das Wasser zusammen mit Fischen und anderen Flußlebewesen wieder komplett abfließen kann.

Erste konkrete Planungen in Abstimmung mit dem städtischen Fachbereich Jugend und Familie begannen bereits vor drei Jahren, Würzburgs Skater konnten ihre Wünsche und Vorstellungen in mehreren Workshops einbringen. Im Herbst 2019 gab der Stadtrat grünes Licht, und in diesem September konnte Projektlauter Berind Rausch vom Gartenamt zusammen mit einer externen Firma mit dem Bau der Bowl beginnen, die schon in den ursprünglichen Planungen für die Skateanlage vorgesehen war. Der ehemalige Zellerauer Waschplatz am Mainufer ist damit endgültig verschwunden.

Stadt hat 350 000 Euro investiert

Laut Stadtkämmerer Robert Scheller, der den Skatepark bereits während seiner Zeit als Sozialreferent vorangetrieben hat, hat das Gartenamt in die Bowl insgesamt 350.000 Euro investiert. Der Verein Skatepark Würzburg e.V. hat dazu zehn Prozent, also die stattliche Summe von 35.000 Euro beigetragen.

Vor dem Bau der Bowl wurde vom Gartenamt auch der Baumbestand im unmittelbaren Umfeld untersucht. Von vier vorhandenen Pappeln waren drei so stark beschädigt, dass sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten. Als Ausgleich werden auf den Mainwiesen vier neue Bäume gepflanzt.

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