Ippesheim

Am meisten kostet heuer die Abwasserbeseitigung

Damit das Abwasser gut in Richtung Kläranlage fließen kann, investiert die Gemeinde Ippesheim, wie hier im Bereich der Mühlenstraße, viel Geld.
Foto: Gerhard Krämer | Damit das Abwasser gut in Richtung Kläranlage fließen kann, investiert die Gemeinde Ippesheim, wie hier im Bereich der Mühlenstraße, viel Geld.

Der Vermögenshaushalt 2021 der Gemeinde Ippesheim wird im Wesentlichen von den großen Abwasserprojekten wie der Kläranlage und verschiedenen Mischwasserbehandlungen in Ippesheim sowie dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Herrnberchtheim geprägt. Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von rund 5,3 Millionen Euro.

Im Verwaltungshaushalt 2021 (2 376 600 Euro) werden Einnahmen aus eigenen Steuern und aus allgemeinen Finanzzuweisungen mit rund 1,52 Millionen Euro eingeplant. Bei den Gewerbesteuereinnahmen rechnet Birgit Kaspar, Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Uffenheim, dabei mit rund 300 000 Euro. Die heimische Wirtschaft sei auch in Corona-Zeiten relativ stabil geblieben. Enthalten sind bei den Finanzzuweisungen auch die Schlüsselzuweisungen, die gegenüber dem Vorjahr um 7000 auf 304 000 Euro gestiegen sind, enthalten. Die Kreisumlage steigt um 11 100 auf 558 000 Euro.

Die wesentlichen Ausgaben im Verwaltungshaushalt ergeben sich vor allem aus dem sozialen Bereich. Die Umlagen für die Grund- und Mittelschule Uffenheim und den Schulverband Lipprichhausen-Gollhofen betragen insgesamt 70 400 Euro, für Kindergärten sind 393 100 Euro eingeplant. Dabei habe man wegen Corona-Schließungen die Elternbeiträge bewusst niedriger angesetzt.

110 000 Euro Zuführung zum Vermögenshaushalt

Nach Abzug aller laufenden Ausgaben des Verwaltungshaushaltes beträgt die Zuführung zum Vermögenshaushalt 110 000 Euro und entspricht damit einem Anteil von 4,63 Prozent des Verwaltungshaushaltes.

Im Vermögenshaushalt mit einem Gesamtvolumen von 2 953 800 Euro fallen große Summen für die Abwasserbeseitigung an. Hier geht es hauptsächlich um die Umbauarbeiten an der Kläranlage und um die Kanalbauarbeiten für die Mischwasserbehandlung in Ippesheim.

450 000 Euro sind in diesem Jahr für das Dorfgemeinschaftshaus in Herrnberchtheim vorgesehen. Für das nächste Jahr stehen 400 000 Euro im Investitionsplan. Bürgermeister Karl Schmidt berichtete, dass die Gemeinde dafür nach Aussagen vom Amt für Ländliche Entwicklung mit dem höheren Zuschuss, nämlich rund 500 000 Euro, rechnen kann.

In den weiteren Finanzplanungsjahren fallen zum Beispiel hohe Kosten für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Bullenheim (Staatsstraße) an. Hier bezahlt der Staat, wie mittlerweile geklärt ist, den Vollausbau der Straße oberhalb der von der Gemeinde zu verlegenden Kanäle und Leitungen zur Hälfte, auf der restlichen Straßenbreite komplett. Ob für den Gehwegebau und anderer Dinge eine Förderung über eine Dorferneuerung im vereinfachten Verfahren möglich ist, dies will Stimmkreisabgeordneter Hans Herold ausloten.

Erschließung von Bauplätzen

Eingeplant sind in den nächsten Jahren auch größere Summen für die Erschließung von Bauplätzen in Ippesheim und Bullenheim. Denn, wenn alles gut läuft, könnten heuer drei Bauplätze verkauft werden, informierte der Bürgermeister. Dann sei keiner mehr im Besitz der Gemeinde. Auf Nachfrage von Bernhard Wolf sagte Schmidt, dass für das mögliche Baugebiet in Ippesheim die artenschutzrechtliche Untersuchung laufe. Heuer könnten dann noch Beschlüsse gefasst werden, damit mit der Erschließung begonnen werden könne. 2022 könnten dann Baugebiete in Bullenheim und Herrnberchtheim angegangen werden.

Die Finanzierung der geplanten Vorhaben erfolgt über Zuwendungen des Freistaates Bayern, die Investitionspauschale, die Einhebung eines Verbesserungsbeitrages zur Entwässerungseinrichtung und eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 1 238 200 Euro. Für die im Finanzplanungszeitraum der Jahre 2022 bis 2024 vorgesehenen Projekte sind Kreditaufnahmen eingeplant. In welcher Höhe diese notwendig sind, steht laut Birgit Kaspar noch nicht fest.

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