Würzburg

Würzburger ÖDP-Stadtrat will Aufhebung der Maskenpflicht im Freien

Obwohl der Corona-Inzidenzwert bei 42 liegt, gilt Maskenpflicht an hochfrequentierten Orten in der Würzburger Innenstadt. ÖDP-Stadtrat Raimund Binder möchte das ändern.
Schilder verweisen auf der Alten Mainbrücke in Würzburg auf die Maskenpflicht.
Foto: Archivfoto Daniel Peter | Schilder verweisen auf der Alten Mainbrücke in Würzburg auf die Maskenpflicht.

Wegen der hohen Corona-Inzidenzwerte hat die Stadt Würzburg im Oktober in einigen Bereichen der Innenstadt eine Maskenpflicht verhängt. So müssen Passanten auf der Alten Mainbrücke, dem Bahnhofsvorplatz und in den Bereichen der Schustergasse, des Schmalzmarktes und der Eichhornstraße eine Mund-Nasen-Maske tragen. Der Stadtrat Raimund Binder (ÖDP) möchte die Maskenpflicht jedoch nun insbesondere auf der Alten Mainbrücke und in der Eichhornstraße aufheben und stellt einen Dringlichkeitsantrag. Was ist seine Begründung?

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"Keine Ballung von Besucherströmen"

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner für die Stadt Würzburg ist am Montag nach längerer Zeit wieder unter den Wert 50 gesunken. Am Mittwoch haben Stadt und Landkreis den kritischen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner sogar deutlich unterschritten. Der Wert für die Stadt Würzburg beträgt 42,2 und für den Landkreis 43,8, wie das Landratsamt mitteilt.

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"Die Maskenpflicht wurde eingeführt, als der Inzidenz-Wert hoch und die Alte Mainbrücke voll war. Nun sollte man diese Maßnahme rückgängig machen, da die Inzidenz gesunken und die Alte Mainbrücke leer ist", begründet Binder den Antrag gegenüber dieser Redaktion. Im Dringlichkeitsantrag heißt es dazu: "Konsequenterweise muss die Unterschreitung jetzt auch Auswirkungen haben, sonst macht sich die Politik unglaubwürdig und nimmt die Bürger nicht mit." Es sei zudem angesichts der Witterungslage und mangelnder Touristen seit Monaten "keine Ballung von Besucherströmen" zum Beispiel auf der Alten Mainbrücke mehr feststellbar.

"Konsequenterweise muss die Unterschreitung jetzt auch Auswirkungen haben, sonst macht sich die Politik unglaubwürdig."
Raimund Binder, Stadtrat (ÖDP)

"Mir ist wichtig, dass die Maßnahmen sinnvoll und nachvollziehbar sind. Das sind sie durch die aktuelle Besucher-Situation und durch den Inzidenzwert nicht mehr", so Binder weiter im Gespräch mit dieser Redaktion. 

Kleiner: Vorerst keine Lockerungen 

Bereits am Montag erklärte Kommunalreferent Wolfgang Kleiner, dass der unter 50 gesunkene Wert vorerst keine konkreten Auswirkungen auf die Maßnahmen in Würzburg hat. Der Inzidenzwert sei zwar eine wichtige Kennziffer bei der Beurteilung der Pandemie-Lage. Die Staatsregierung habe aber bei einem einmaligen Unterschreiten des Signalwerts von 50 keine Automatismen für sofortige Lockerungen festgelegt. 

Die bisher getroffenen Maßnahmen würden jedoch Wirkung zeigen und so zeigt sich auch Kleiner zuversichtlich für die Zukunft. "Setzt sich dieser Trend fort, werden wir in Abstimmung mit Gesundheitsamt und Polizei unter den dann geltenden Bestimmungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmeverordnung über Erleichterungen in Teilbereichen nachdenken", so der Kommunalreferent.

An diesem Donnerstag müsse nun der Stadtrat zu Beginn seiner Sitzung mit einfacher Mehrheit entscheiden, ob die Dringlichkeit dieses Antrages gegeben ist, informiert Claudia Lother von der Pressestelle des Rathauses auf Anfrage. Sieht er dies als gegeben, kommt der Antrag auf die Tagesordnung und wird noch am Donnerstag behandelt. Tut er es nicht, wird der Antrag im weiteren normalen Sitzungslauf des Stadtrates und seiner Ausschüsse behandelt werden.

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