WÜRZBURG

Autorenkreis Würzburg: Im Juni ein rauschendes Fest

Versprechen ein spannendes Literaturjahr 2014: Matthias Hahn, Ulrike Schäfer, Pauline Füg, Sandra Maus, Mathias Repiscus, Anja Flicker, Ulrika Sosnitza, Jutta Rülander und Andreas Arnold (von links).
Foto: Pat Christ | Versprechen ein spannendes Literaturjahr 2014: Matthias Hahn, Ulrike Schäfer, Pauline Füg, Sandra Maus, Mathias Repiscus, Anja Flicker, Ulrika Sosnitza, Jutta Rülander und Andreas Arnold (von links).

Für Bibliophile gab es heuer zum dritten Mal einen besonderen Neujahrsempfang: Im voll besetzten Max-Dauthendey-Saal der Stadtbücherei präsentierten Mitglieder des Autorenkreises Auszüge aus ihren Werken. Es lasen die Newcomerin Pauline Füg sowie Matthias Hahn, Ulrike Sosnitza, Andreas Arnold und Ulrike Schäfer. Alle fünf machten gleichzeitig Appetit auf ein spannendes Literaturjahr 2014 in und um Würzburg.

Sie weben an Texten gegen Gleichgültigkeit und das Vergessen, erzählen mal skurrile, mal berührende Geschichten und befassen sich mit berühmten Autoren, deren Werke sie in die heutige Zeit transferieren: Das Spektrum des Autorenkreises ist weit gespannt. Ulrike Schäfer etwa setzte sich mit Leonhard Franks Drama „Ruth“ auseinander: „Ich habe das Stück umstrukturiert und die Figuren reduziert.“ Im April wird es eine szenische Lesung im Theater Ensemble geben, für Herbst ist die Uraufführung geplant. Faszinierend ist für Ulrike Schäfer, dass sich Leonhard Frank am Beispiel der Jüdin Ruth damals schon mit dem Thema Zwangsprostitution beschäftigt hat.

Alles andere als bierernst geht es in Matthias Hahns Abenteuerroman „Wächter des Paradieses“ zu. Vor wenigen Monaten ist das Buch erschienen. In dem von ihm präsentierten Ausschnitt werden fränkelnde Polizisten liebevoll auf die Schippe genommen. Doch Matthias Hahn kann noch anderes und mehr. So übersetzte er den Einakter „Salome“ von Oscar Wilde. Voraussichtlich im Mai wird das Stück im Theater am Neunerplatz zu sehen sein.

2014 steht außerdem die Geburtstagsfeier des Autorenkreises an. Der wird im Juni zehn Jahre alt. Vielleicht gibt es zu diesem Anlass auch schon Auszüge aus neuen Romanen zu hören, an denen verschiedene Autoren aktuell arbeiten.

Bücher werden nicht aus der Mode kommen, ist „Mister Bockshorn“ Mathias Repiscus, Festredner des Neujahrsempfangs, überzeugt: „Selbst nach Kabarettbüchern ist derzeit die Nachfrage groß.“

Feilen an Texten

Was es heißt, stunden-, tage- und wochenlang an Texten zu feilen, Ideen zu spinnen und sie wieder zu verwerfen, das weiß der Kabarettregisseur ebenso gut wie die Schriftsteller und Schriftstellerinnen vom Autorenkreis. In diesem Jahr wird Repiscus sowohl mit Viva Voce als auch mit Matthias Tretter ein neues Programm erarbeiten. Im Mittelpunkt seines Engagements soll weiterhin „die Auseinandersetzung mit dem realem Weltgeschehen“ stehen, kündigte er an.

Auch heuer wird es in Würzburg also literarisch rundgehen. Was nicht zuletzt der Kooperationsbereitschaft der verschiedenen Akteure in der Literatur-, Theater- und Buchszene zu verdanken ist. „Die Beziehungen zwischen unserer Stadtbücherei und dem Autorenkreis verflechten sich immer mehr“, bestätigte Anja Flicker. Auch zur Theaterszene haben einige Autoren einen guten Draht.

Die Mitglieder wollen ihren Gründungswunsch von vor zehn Jahren weiterverfolgen, versprach Moderatorin Sandra Maus: „Nämlich in Würzburg literarisch etwas zu bewegen.“ Maus selbst, die zu den ältesten Akteurinnen des Autorenkreises gehört, lebt zwar inzwischen in Köln. Wo literarisch sicher noch mehr abgeht: „Doch ich bin froh, nach wie vor einen Koffer in Würzburg zu haben.“

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