Kleinrinderfeld

Backhaus auch aus Haushaltsmitteln

Wenn das neue Backhaus in Kleinrinderfeld errichtet wird, müssen die am Sportplatz stehenden Grüngutcontainer weichen.
Foto: Matthias Ernst | Wenn das neue Backhaus in Kleinrinderfeld errichtet wird, müssen die am Sportplatz stehenden Grüngutcontainer weichen.

Für Außenstehende sah es so aus, als wenn im Kleinrinderfelder Gemeinderat mit zweierlei Maß gemessen wird. Grund waren zwei Tagesordnungspunkte, die sich mit einer Förderung von Projekten aus dem Kleinprojektbudget der Allianz Waldsassengau befassten. Auf der einen Seite ging es um einen Antrag von SPD/Freie Bürger, die gerne ein Wanderwegeprojekt auf den Weg gebracht haben wollten, auf der anderen Seite war ein Vorschlag der Verwaltung, ein Backhaus in Kleinrinderfeld zu errichten.

Das Backhaus soll auf einem gemeindlichen Grundstück neben dem Sportplatz errichtet und ehrenamtlich betrieben werden. Die Idee dazu sei von Christa Amrehn gekommen, so Bürgermeister Harald Engbrecht (UWG), und wurde von Matthias Grimm und seiner Frau Doris weiterverfolgt. Matthias Grimm erläuterte, dass es ein großes Interesse bei der Bevölkerung für dieses gemeinschaftliche Backhaus gibt. "Viele Bürger wollen mithelfen beim Bau." Man könnte es auch bei gemeindlichen Festen mitverwenden, ergänzte Bürgermeister Engbrecht.

Die Organisation der Nutzung soll dann über die Verwaltung geregelt werden. Wie das genau ablaufen soll, muss allerdings noch geklärt werden. Man rechnet mit 15 000 Euro an Kosten, die auch aufgebracht werden sollen, wenn es keine Förderung aus dem Kleinprojektebudget gibt. Hierfür sollte der Gemeinderat im Vorgriff auf den Haushalt schon mal das Geld bereitstellen.

Dies rief den Rechnungsausschussvorsitzenden Sven Zipprich (SPD/Freie Wähler) auf den Plan. Er bemängelte, dass die Gemeinderäte ohne die mögliche Investitionsspanne im Haushalt zu kennen entscheiden müssten. Doch die Mehrheit im Rat sah das anders und befürwortete den Bau des Backhauses, notfalls auch mit Mitteln aus dem Haushalt.

Nicht ganz so einfach lief es beim Wanderwegeprojekt. Hier gab es ausführliche Diskussionen, ob die Ausweisung von Wanderwegen in Kleinrinderfeld überhaupt notwendig seien. Die Einwohner würden sich auf ihren Wegen rund um das Dorf doch bestens auskennen, sagte beispielsweise Wolfgang Schölch (CSUKL). Thomas Scheuermann (UWG) brachte den Spessartbund mit ins Spiel, der aktuell einen Kulturweg in Kleinrinderfeld mit dem örtlichen Wanderverein plant.

Die von der SPD/Freie Wähler bezifferten Kosten von 4000 Euro will man nicht über den Haushalt finanzieren, sondern rein von der Bezuschussung durch die Allianz Waldsassengau abhängig machen. Diesen Kompromiss schloss man nach einer Sitzungspause, in der die Fraktion SPD/Freie Bürger ihren Antrag abänderte und nicht mehr auf einer Kostenübernahme durch die Gemeinde beharrte.

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