Eisenheim

Brand in Eisenheim: Wie die Feuerwehr gegen die Flammen kämpfte

Nachdem am Freitag im Ortsteil Kaltenhausen in einer Lagerhalle ein Feuer ausgebrochen war, ermittelt nun die Kriminalpolizei. Für die Feuerwehr war der Brand eine Herausforderung.
Brand einer Lagerhalle in Eisenheim-Kaltenhausen: Eine starke Qualmentwicklung erschwerte der Feuerwehr die Arbeit.
Foto: Berthold Diem | Brand einer Lagerhalle in Eisenheim-Kaltenhausen: Eine starke Qualmentwicklung erschwerte der Feuerwehr die Arbeit.

Am Freitag, um kurz nach 16 Uhr, ging bei der ortsansässigen Feuerwehr die erste Alarmierung ein, wie Hans-Jürgen Hochrein, erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Untereisenheim, auf Nachfrage dieser Redaktion berichtet. In einer privaten Lagerhalle im Eisenheimer Ortsteil Kaltenhausen, die an ein Wohnhaus angrenzte, sei ein Auto in Brand geraten.

Daraufhin kam ein Großaufgebot mit an die 100 Feuerwehrleuten der örtlichen Wehren zusammen, um die Flammen zu bekämpfen. Dabei waren Freiwillige Feuerwehren aus drei Landkreisen vertreten: Aus dem Landkreis Schweinfurt kamen die Wehren aus Schwanfeld und Wipfeld den Ortsfeuerwehren aus Ober- und Untereisenheim zur Hilfe; aus dem Landkreis Kitzingen Feuerwehrleute aus Volkach und Escherndorf – und aus dem Landkreis Würzburg waren die Wehren aus Dippach, Bergtheim, Gerbrunn, Rottendorf, Estenfeld und Prosselsheim im Einsatz.

Hallendach musste aufgeschnitten werden

Gegen 19 Uhr hätten die Feuerwehren den Brand unter Kontrolle gehabt, so Hochrein. Die Löschmannschaften konnten jedoch nicht mehr verhindern, dass die Halle vollständig ausbrannte, heißt es in einem Bericht der Polizei. Im Inneren befanden sich unter anderem drei Fahrzeuge, die  zerstört wurden. Die Gesamtschadenshöhe dürfte nach ersten Schätzungen im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen, heißt es in dem Bericht weiter. Verletzte gebe es nicht.

Der Brand sei schwer zugänglich gewesen, berichtet Hochrein. Die Verkleidung und Isolierung des Hallendachs hätten gebrannt – da das Dach aber mit Metall verkleidet war, war ein Spezialwerkzeug nötig, um es aufzuschneiden. Weil die eingesetzten Wärmebildkameras nicht durch das Metall hindurch funktionierten, habe sich zudem die Suche nach Glutnestern schwierig gestaltet. Die Gebrunner Feuerwehr, die über ein passendes Werkzeug verfügt, rückte an und schnitt das Dach auf. Auch die starke Qualmentwicklung habe die Arbeiten erschwert, so Hochrein.

Viel Qualm und ein Dach, das aufgeschnitten werden musste: Damit hatte die Feuerwehr beim Brand einer Halle in Eisenheim-Kaltenhausen zu kämpfen.
Foto: Jerry-Louis Ruff | Viel Qualm und ein Dach, das aufgeschnitten werden musste: Damit hatte die Feuerwehr beim Brand einer Halle in Eisenheim-Kaltenhausen zu kämpfen.

Schweißarbeiten als Ursache für den Brand?

Zum Einsatz kamen unter anderem ein Hubmast sowie ein Lichtmast, da die Löscharbeiten bis in die Dämmerung reichten. Außerdem wurden vier Pumpen am Main stationiert, die Wasser vom Fluss zum Brandort beförderten.

Eisenheims Bürgermeister Christian Holzinger hatte sich noch am Freitag zum Brandort begeben. "Wichtig war, dass keiner verletzt und die Situation schnell unter Kontrolle war", so Holzinger am Sonntagnachmittag auf Nachfrage der Redaktion. Neuigkeiten zur Brandursache hat er noch ebenso wenig wie die Polizei: Nach ersten Erkenntnissen der Polizeiinspektion Würzburg-Land könnten Schweißarbeiten im Inneren der Halle den Brand ausgelöst haben. Mit den weiteren Ermittlungen in diesem Zusammenhang ist die Kriminalpolizei Würzburg betraut, so Helmut Schuster von der Einsatzzentrale gegenüber dieser Redaktion.

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