Würzburg

Coronavirus: Steht das Frühjahrs-Volksfest auf der Kippe?

Der Bundesgesundheitsminister hat kürzlich gefordert, Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern wegen des Coronavirus abzusagen. Was das für das Frühjahrsvolksfest heißt.
Am Samstag, 21. März, soll auf der Talavera des Frühjahrsvolksfest beginnen. Noch sei es wegen des Corona-Virus nicht gefährdet, heißt es auf Anfrage aus dem Rathaus.
Foto: Silvia Gralla | Am Samstag, 21. März, soll auf der Talavera des Frühjahrsvolksfest beginnen. Noch sei es wegen des Corona-Virus nicht gefährdet, heißt es auf Anfrage aus dem Rathaus.

Es ist das erste große Volksfest in Bayern, das Würzburger Frühjahrsvolksfest, das am Samstag, 21. März, um 16 Uhr mit dem Anstich des ersten Fasses im Festzelt eröffnet werden soll. Mit rund 190 000 Besuchern war das Frühjahrvolksfest des vergangenen Jahres eines der am besten besuchten der vergangenen Jahre. Am Sonntag nun hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern vorerst abzusagen.

Davon betroffen wären in Würzburg neben größeren Sportvertanstaltungen dann auch das Frühjahrsvolksfest. Am Donnerstag lautete es bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Stadt und Landkreis, dass es noch keinen Grund gebe, etwa Fußballspiele oder Theatervorstellungen zu kappen. Sollte sich das Virus aber rasant und unkontrolliert ausbreiten, müsse man an solche Zwangsmaßnahmen denken, hatte Oberbürgermeister Christian Schuchardt betont. Auch das Würzburger Frühjahrsvolksfest könnte dann betroffen sein.

Die Stadt als Veranstalter hat die Entwicklung im Blick

Stand Montagnachmittag sei das nicht der Fall, hieß es auf Anfrage aus dem Rathaus. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Durchführung des Frühjahrsvolksfests geplant, die Stadt als Veranstalter habe die Entwicklung im Blick. 

Deshalb würden für das Frühjahrsvolksfest derzeit alle Optionen geprüft: Zunächst werde das Sicherheitskonzept in der Frage der Lagebeurteilung und der Kommunikations- und Entscheidungswege angepasst, heißt es auf Nachfrage aus dem Rathaus. Das Festzelt spiele dabei eine besondere Rolle. Dort seien bisher besondere Maßnahmen geplant, so zum Beispiel der Einbau von großflächigen Dachöffnungen, um eine stetige Durchlüftung zu gewährleisten. Weiter das Erstellen von speziellen Reinigungs- und Desinfektionsplänen sowie die Anschaffung von automatischen Desinfektionsspendern.

Ob diese Maßnahmen angemessen und noch ausreichend sind, müsse nun nach den neueren Erkenntnissen und nach den Empfehlungen von Sonntag neu geprüft werden, heißt es weiter. Denkbar sei dabei auch, dass das Volksfest mit einem entsprechend reduzierten Zeltbetrieb von unter 1000 Teilnehmern stattfinde. Aber auch diese Option sei noch in der Prüfung und nur eine Momentaufnahme, heißt es aus dem Rathaus.

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