Würzburg

Der gute Morgen: Warum Leonie Becks Ziel nun ein anderes Datum hat

Die Corona-Krise als Herausforderung. In unserer Serie geben Menschen aus der Region positive Impulse für den Tag. Heute: Die Hochleistungssportlerin Leonie Beck.
Die Hochleistungssportlerin Leonie Beck bleibt trotz Corona-Krise positiv gestimmt – und setzt sich neue Ziele.
Foto: Christoph Weiß | Die Hochleistungssportlerin Leonie Beck bleibt trotz Corona-Krise positiv gestimmt – und setzt sich neue Ziele.

Die jetzige Zeit ist für uns alle eine neue Erfahrung. Zuhause bleiben, Kontaktbeschränkungen einhalten. Mittlerweile halten wir uns schon seit vielen Wochen an diese Regeln. Um die Pandemie einzudämmen, ist das auch wirklich notwendig! Jeder Einzelne hat in dieser Zeit seine eigenen Probleme. Jedoch steht die Gesundheit der Bevölkerung gerade an erster Stelle, wodurch jeder seine eigenen Probleme und Bedürfnisse zurückstecken und die Regeln der Regierung akzeptieren und einhalten sollte.

Olympia wurde verschoben, aber ich gebe nicht auf!

Ich bin Hochleistungssportlerin und meine längste Pause seit 2012 außerhalb des Wassers betrug zwei Wochen. Jetzt muss ich bereits seit fünf Wochen auf das Schwimmen verzichten, da unsere Trainingsstätte, das vereinseigene Wolfgang-Adami-Bad in Würzburg, wie alle anderen Sportanlagen geschlossen ist. Ausdauertraining findet derzeit nur an Land statt. Immerhin habe ich die leise Hoffnung, dass das Bad vielleicht bald zumindest für die wenigen Athleten bei uns, die zum Kader des Nationalteams gehören, wieder geöffnet wird. Wir hätten auch kein Problem, die Abstandsregeln einzuhalten. 

Seit Jahren habe ich auf die Olympischen Spiele in Tokio hingearbeitet. Nun wurde mein Freiwasser-Rennen über zehn Kilometer, das eigentlich am 5. August 2020 stattfinden sollte, um 364 Tage verschoben. Aber deswegen gebe ich nicht auf, denn das Ziel ist noch das gleiche, es hat jetzt nur ein anderes Datum. Froh bin ich über die Entscheidung, dass meine erfolgreiche Olympia-Qualifikation auch für die Spiele im kommenden Jahr gilt. Das nimmt etwas Druck raus.

Das Wichtigste in dieser Zeit ist, eine positive Einstellung zu haben. Seid kreativ, nutzt die Zeit zuhause sinnvoll und bleibt aktiv. Macht euch einen Plan für den Tag und setzt euch Tagesziele. Ob nun Home-Workouts, Arbeit, gesundes Kochen, aufräumen, Face-Time mit den Großeltern oder lernen: Hauptsache, ihr bleibt dabei positiv gestimmt. Ich bin mir sicher, dass wir diese Zeit gemeinsam durchstehen und viel daraus lernen können.

Leonie Beck (22) vom SV Würzburg 05 ist eine der weltbesten Freiwasserschwimmerinnen. Neben dem Leistungssport studiert sie Medienkommunikation (Master) an der Uni Würzburg. Dieser Beitrag gehört zur Main-Post-Serie "Der gute Morgen", in der in Zeiten der Corona-Krise Menschen aus Franken ihre positiven Gedanken aufschreiben und mit unseren Leserinnen und Lesern teilen.

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