Grombühl

Der Jungfernwein vom „Festungsblick“

Im April 2013 hatte das Juliusspital damit begonnen, Silvaner-Reben auf seiner neuen, gut vier Hektar großen Weinlage am Würzburger Greinberg zu pflanzen. Ein Jahr darauf folgte die zweite Tranche mit der Pflanzung der letzten Rebe durch die fränkische Weinkönigin. Jetzt brachten 30 Weinleser aus nah und fern unter Leitung von Weinbergsmeister Peter Rudloff den ersten nennenswerten Ertrag in die Kelter.  Vor Ort informierte sich auch Weingutsleiter Horst Kolesch und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: gesunde, vollreife Trauben mit einem Mostgewicht von 90 Grad Öchsle versprechen einen guten Jungfernwein. Der Ertrag liegt bei diesen jungen Reben bei nur 40 Hektoliter pro Hektar, also bei gut der Hälfte dessen, was „normal“ wäre. Das erste „Versucherle“ aus der neuen Weinlage soll im Frühjahr nächsten Jahres im Verkauf stehen.  Ausgereift ist inzwischen auch der Name der neuen Lage, in der das Juliusspital exklusiv anbaut: Weil Greinberg wohl eher mit dem Verkehrsknoten in Verbindung gebracht wird, heißt die neue Lage nun „Würzburger Festungsblick“. Nach Genehmigung durch die Stadt und der Regierung von Unterfranken ist diese Lagenbezeichnung nun auch in die sogenannte Weinbergsrolle eingetragen. Kolesch geht davon aus, dass diese Lagenbezeichnung in einigen Jahren auch auf den Flaschenetiketten steht, denn er geht davon aus, dass der Würzburger Festungsblick in die Liga der „Ersten Lagen“ nach der neuen VDP-Klassifikation aufsteigt.  Der Optimismus wurde gestärkt durch die Tatsache, dass sich die Rebstöcke auf dieser ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche, die Jahrzehnt brach gelegen war, sehr gesund und homogen entwickelt haben. Bei der Bewirtschaftung setzt Weinbergsmeister Rudloff mit seinen Kollegen den „wundarmen Rebschnitt“ ein, der den Saftfluss der Rebe möglichst wenig beeinträchtigt und so zur Gesundheit und Langlebigkeit der Pflanzen beiträgt. In einem kleinen Teil des Weinbergs hat die Bayerische Landesanstalt 500 Reben des alten Silvanerklons 9929 zur weiteren Vermehrung angepflanzt. Sie sind besonders lockerbeerig, so dass sie weniger Pflanzenschutz benötigen und bei leicht geringerem Ertrag bessere Qualität bringen.  Die Pflanzung neuer zusätzlicher Reben verpflichtete laut EU-Recht auch zum Erwerb von Pflanzrechten. Das Juliusspital erwarb diese für die Neuanlage aus der sogenannten regionalen Reserve, einen Pool für frei werdende Pflanzrechte etwa aus Erschließungsmaßnahmen für Wohnungs- oder Straßenbau.  Mit der Neuanpflanzung festigt das Juliusspital seine Stellung als größtes Silvaner-Weingut der Welt. Von rund 160 Hektar im Ertrag sind 70 Hektar mit Silvaner bestockt.
Foto: Herbert Kriener | Im April 2013 hatte das Juliusspital damit begonnen, Silvaner-Reben auf seiner neuen, gut vier Hektar großen Weinlage am Würzburger Greinberg zu pflanzen. Ein Jahr darauf folgte die zweite Tranche mit der Pflanzung der letzten Rebe durch die fränkische Weinkönigin. Jetzt brachten 30 Weinleser aus nah und fern unter Leitung von Weinbergsmeister Peter Rudloff den ersten nennenswerten Ertrag in die Kelter. Vor Ort informierte sich auch Weingutsleiter Horst Kolesch und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: gesunde, vollreife Trauben mit einem Mostgewicht von 90 Grad Öchsle versprechen einen guten Jungfernwein. Der Ertrag liegt bei diesen jungen Reben bei nur 40 Hektoliter pro Hektar, also bei gut der Hälfte dessen, was „normal“ wäre. Das erste „Versucherle“ aus der neuen Weinlage soll im Frühjahr nächsten Jahres im Verkauf stehen. Ausgereift ist inzwischen auch der Name der neuen Lage, in der das Juliusspital exklusiv anbaut: Weil Greinberg wohl eher mit dem Verkehrsknoten in Verbindung gebracht wird, heißt die neue Lage nun „Würzburger Festungsblick“. Nach Genehmigung durch die Stadt und der Regierung von Unterfranken ist diese Lagenbezeichnung nun auch in die sogenannte Weinbergsrolle eingetragen. Kolesch geht davon aus, dass diese Lagenbezeichnung in einigen Jahren auch auf den Flaschenetiketten steht, denn er geht davon aus, dass der Würzburger Festungsblick in die Liga der „Ersten Lagen“ nach der neuen VDP-Klassifikation aufsteigt. Der Optimismus wurde gestärkt durch die Tatsache, dass sich die Rebstöcke auf dieser ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche, die Jahrzehnt brach gelegen war, sehr gesund und homogen entwickelt haben. Bei der Bewirtschaftung setzt Weinbergsmeister Rudloff mit seinen Kollegen den „wundarmen Rebschnitt“ ein, der den Saftfluss der Rebe möglichst wenig beeinträchtigt und so zur Gesundheit und Langlebigkeit der Pflanzen beiträgt. In einem kleinen Teil des Weinbergs hat die Bayerische Landesanstalt 500 Reben des alten Silvanerklons 9929 zur weiteren Vermehrung angepflanzt. Sie sind besonders lockerbeerig, so dass sie weniger Pflanzenschutz benötigen und bei leicht geringerem Ertrag bessere Qualität bringen. Die Pflanzung neuer zusätzlicher Reben verpflichtete laut EU-Recht auch zum Erwerb von Pflanzrechten. Das Juliusspital erwarb diese für die Neuanlage aus der sogenannten regionalen Reserve, einen Pool für frei werdende Pflanzrechte etwa aus Erschließungsmaßnahmen für Wohnungs- oder Straßenbau. Mit der Neuanpflanzung festigt das Juliusspital seine Stellung als größtes Silvaner-Weingut der Welt. Von rund 160 Hektar im Ertrag sind 70 Hektar mit Silvaner bestockt.

Im April 2013 hatte das Juliusspital damit begonnen, Silvaner-Reben auf seiner neuen, gut vier Hektar großen Weinlage am Würzburger Greinberg zu pflanzen. Ein Jahr darauf folgte die zweite Tranche mit der Pflanzung der letzten Rebe durch die fränkische Weinkönigin. Jetzt brachten 30 Weinleser aus nah und fern unter Leitung von Weinbergsmeister Peter Rudloff den ersten nennenswerten Ertrag in die Kelter. Vor Ort informierte sich auch Weingutsleiter Horst Kolesch und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: gesunde, vollreife Trauben mit einem Mostgewicht von 90 Grad Öchsle versprechen einen guten ...

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