SOMMERHAUSEN

Ein Stern über dem Patrizierhaus

Alt und doch modern: Heike und Michael Philipp in der großen Gaststube ihres Sterne-Restaurants Philipp in Sommerhausen.
Foto: Herbert Kriener | Alt und doch modern: Heike und Michael Philipp in der großen Gaststube ihres Sterne-Restaurants Philipp in Sommerhausen.

Das Restaurant „Philipp“ in einem schönen alten Fachwerkbau im Herzen von Sommerhausen gehört zweifellos zu den kulinarischen Aushängeschildern der Region. Jetzt haben die Inhaber Heike und Michael Philipp gleich drei Gründe zu feiern: Seit 15 Jahren steht der Ort der feinen Küche unter ihrer Leitung, seit zehn Jahren darf er sich mit einem Michelin-Stern schmücken, und seit kurzem zählt das „Philipp“ zu den besten 100 Restaurants in Deutschland.

Zehn Jahre ein Sterne-Lokal zu führen, ist dies mehr Last oder Lust? „Das ist schon eine große Aufgabe, mit der man erst einmal lernen muss umzugehen“, räumt der Hausherr und Küchenchef ein. Und dass der Anfang schwierig war und es eine ehr angespannte Zeit gewesen sei, bis man erst einmal das richtige Publikum an sich gebunden hatte. Doch bei beiden überwiegt heute Stolz auf das Geleistete. „Das muss einer erst mal nachmachen“, sagt die gelernte Restaurantfachfrau und Sommeliere Heike Philipp und verweist auf die vielen Aussteiger in dieser Spitzenklasse.

Die Philipps sind beide Jahrgang 1982, er stammt aus Gerbrunn, sie aus Heilbronn. Zusammengefunden haben sie in den legendären Schweizer Stuben in Wertheim-Bettingen, das einst von den berühmten Sterne-Köchen Dieter und Jörg Müller Berühmtheit bei Genießern erlangt hatte. Das hohe Niveau von Küche und Service hat es beiden angetan. Mit 26 Jahren haben sie sich selbstständig gemacht und in Sommerhausen ein altes Patrizierhaus aus der Renaissance erworben, das der Vorbesitzer bereits zu einem Sternelokal aufgebaut hatte.

„Mit einer Sterneküche lebt man nicht in Saus und Braus, so etwas geht nur mit Leidenschaft und wenn einem die Arbeit Spaß macht. Reich wird man jedenfalls nicht“, meint Heike Philipp und erinnert sich an die ersten Jahre, als sie beide noch ohne einen einzigen Mitarbeiter die Arbeiten erledigt haben, vom Einkauf über die Küche bis hin zum Wäsche waschen. Inzwischen kann sich die Philipps auf engagierte Mitarbeiter verlassen.

Das Philipp hat seine Anerkennung gefunden und ein Publikum, das aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland kommt.

Zur Attraktivität des Hauses gehört nicht nur eine Spitzenküche, in der bevorzugt Produkte aus der Region verarbeitet werden. Ebenso wichtig ist den Wirtsleuten der erstklassige Service. Und dazu gehören auch die mit viel Empfinden für den historischen Ort hergerichteten Zimmer zum Übernachten.

Ihre drei Jubiläen wollen die Philipps mit besonderen Veranstaltungen jeden Monat feiern. Am 31. Januar ist Christian Stahl zu Gast. Der junge Winzer aus Auernhofen gehört zu den großen Aufsteigern in Franken in den letzten Jahren. Am Freitag, 28. Februar, sind die Winzer Wolfgang und Ulrich Luckert vom Weingut Zehnhof in Sulzfeld mit ihren Weinen zu Gast, und für März hat sich der Fernseh-Koch Alexander Herrmann angekündigt.

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