VEITSHÖCHHEIM

Erwin Vornberger: Feierstunde für einen Visionär

Anlässlich des Amtsantritts des 1974 verstorbenen SPD-Bürgermeisters Erwin Vornberger vor 50 Jahren hatten sich in den nach im benannten Rathausinnenhof zu einer Feierstunde des SPD-Ortsvereins neben seiner Frau Aenne und seinen drei Kindern Roland, Doris und Ingrid auch viele Weggefährten seiner 14-jährigen Amtszeit eingefunden.
Gedenkfeier: (von links) Erwin Vornbergers Kinder Ingrid, Doris und Roland, letzterer zwischen seinen Weggefährten im Gemeinderat Karl Kunkel und Rudi Hepf, Alfons Müller (Altbürgermeister Güntersleben), Bürgermeister Rainer Kinzkofer, die Witwe Aenne Vornberger und vom SPD-Ortsverein die Vorsitzende Gertraud Azar, ihre Stellvertreter Albert Greiner und Ilse Hohmeier und Kassier Andreas Kramer.
Foto: Dieter Gürz | Gedenkfeier: (von links) Erwin Vornbergers Kinder Ingrid, Doris und Roland, letzterer zwischen seinen Weggefährten im Gemeinderat Karl Kunkel und Rudi Hepf, Alfons Müller (Altbürgermeister Güntersleben), ...
So begrüßte die Ortsvereinsvorsitzende Gertraud Azar neben damaligen Gemeinderatsmitgliedern Karl Kunkel und Rudi Hepf auch die auf Kreisebene mit Vornberger agierenden Bürgermeister Alfons Müller (Güntersleben) und Werner Hillecke (Höchberg) und Elfriede Knorz aus Rimpar sowie auch die mit ihm im Rathaus zusammenarbeitenden Mitarbeiter Egon Röhm, Christine Hackl, Hans Reutter und Ludwig Kneitz.

SPD-Bürgermeister Rainer Kinzkofer, der 1986 Vornbergers Nachfolger Erich Steppert (CSU) ablöste, bezeichnete Vornberger neben Wilhelm Görlitzer und Anton Wolf als die bedeutendste Persönlichkeit des SPD-Ortsvereins in den 30 Aufbau-Jahren nach dem zweiten Weltkrieg.

Der „Vollblutverwaltungsbeamte“, der zunächst ab 1948 acht Jahre lang als Geschäftsleitender Beamter für Veitshöchheim tätig war und 1956 nach seiner Wahlniederlage gegen Michael Köbler bis 1960 an die Regierung von Unterfranken ging, habe vorausschauend, sorgfältig, zäh und mit großem Verhandlungsgeschick die Weichen für die enorme Aufwärtsentwicklung und den beispielhaften heutigen Wohnwert von Veitshöchheim gestellt.

So ist es Vornberger nach Kinzkofers Worten gelungen, schon 1968 durch die Aufnahme als Studienmodellvorhaben die Altortsanierung als erste Kommune in Unterfranken in die Wege zu leiten.

1965 konnte die 12. Panzerdivison in die Balthasar-Neumann-Kaserne einziehen und konnte Vornberger die Eichendorffschule mit Turnhalle und Lehrschwimmbecken übergaben.

1966 folgte die Einweihung der Kirche „Heilige Dreifaltigkeit“ in der Gartensiedlung, 1967 der Bau Mainstegs und 1968 konnte er das Geisbergbad eröffnen und den Umzug der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in die neuen Gebäude im Birkental feiern.

Bis zu seinem Tod – nach schwerer Krankheit im Alter von nur 56 Jahren – am 17. Juni 1974 konnte er Anfang der 70er Jahre den Waldfriedhof, die Umgehungsstraße B 27, die Zentralkläranlage, die Ansiedlung der Landkreisförderschule, den Umzug des Rathauses in das Kavaliersgebäude, das Baugebiet Birkental und den Neubau des Bilhildiskindergartens realisieren. Nach seiner Wiederwahl 1972 hatte der SPD-Mann mit seiner Fraktion gar die absolute Mehrheit im Gemeinderat.

Rudi Hepf stellte als große Leistung Vornbergers den in den 60er Jahren erstellten Flächennutzungsplan heraus und lobte dessen visionäre Fähigkeiten.

So habe Vornberger bei der Ausweisung von Baugebieten gegen heftigsten Widerstand und Einzelinteressen zum Wohle der Allgemeinheit einen 30prozentigen Flächenabzug durchgesetzt.

Auch die Gemeinde Güntersleben sei Vornberger hinsichtlich der Realiserung der Kreisstraße WÜ 3 zu großem Dank verpflichtet, betonte deren Altbürgermeister Alfons Müller.

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