Uettingen

Feuerwehr-Einsatz verzögert Segnung

Der evangelische Pfarrer Peter Laudi (links) und sein katholischer Kollege Berthold Grönert segnen das neue Fahrzeug der Feuerwehr Uettingen.
Foto: Mechtild Buck | Der evangelische Pfarrer Peter Laudi (links) und sein katholischer Kollege Berthold Grönert segnen das neue Fahrzeug der Feuerwehr Uettingen.

Die Geistlichen mussten sich gedulden: Die Segnung des neuen Fahrzeugs der Uettinger Feuerwehr wurde am Sonntag um etwa eine halbe Stunde durch einen Ernstfall verzögert.

Kurz vor dem geplanten Beginn schreckte die Sirene die Feuerwehrler und ihre 200 Gäste auf. In Windeseile rückten die Feuerwehrmänner in ihren Fahrzeugen aus. Auf dem Feldweg am Blumenfeld zwischen Uettingen und Greußenheim habe ein 21-Jähriger seinen funktionsuntüchtigen VW-Golf geschoben, berichtet die Polizei Würzburg-Land. Als das Auto in Richtung Straßengraben rollte, habe er sich davor gestemmt, um es aufzuhalten. Dabei wurde er jedoch in den Graben geschoben und eingeklemmt. Nachdem ihn die Uettinger Feuerwehrler befreit hatten, wurde er leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Vorbildlicher Einsatz

„Die Kameraden haben einen sehr guten, vorbildlichen Einsatz geleistet“, lobte Kreisbrandmeister Manfred Brühler nach der Rückkehr der Wehrleute. Nach den Festreden schließlich erteilten Pfarrer Peter Laudi von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uettingen und Pfarrer Berthold Grönert von der katholischen Gemeinde Helmstadt den Segen fürs neue Fahrzeug.

Unter den Gästen hatte Feuerwehr-Vorsitzender Horst Walter auch Vertreter der Partnerwehr aus Coschütz bei Plauen sowie Delegationen aus Helmstadt, Holzkirchhausen, Holzkirchen, Wüstenzell, Remlingen und Greußenheim begrüßt.

„Wir sind nun bestens gerüstet, um die an uns gestellten Aufgaben zu erfüllen“, bedankte sich Kommandant Fabian Rößler bei der Gemeinde, insbesondere bei Bürgermeister Heribert Endres und Altbürgermeister Karl Meckelein, für die Unterstützung beim Kauf des Fahrzeugs. Auch Endres freute sich: „Was lange währt wird endlich gut.“ In der Tat war das Fahrzeug bereits im November bei der Gemeinde beantragt worden. Das Ausschreibungsverfahren jedoch zog sich hin, so dass das Fahrzeug erst im Dezember 2016 an die Wehr übergeben wurde, sagte er: „Ich bin der Überzeugung, dass jeder investierte Euro richtig eingesetzt wurde.“

Kreisbrandrat Michael Reitzenstein erläuterte: „Eine Einheit besteht immer aus einer motivierten Mannschaft und dem Gerät. In Uettingen haben wir eine überaus motivierte Mannschaft.“ Die Kosten für ein Fahrtsicherheitstraining mit dem neuen Fahrzeug für zwei Uettinger werde der Kreisfeuerwehrverband übernehmen, sagte er.

Landrat Eberhard Nuss beglückwünschte die Gemeinde zum neuen Fahrzeug. „Fast 180 000 Euro Investitionen zeigen, dass die Gemeinde es ernst nimmt, wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung geht.“ Uettingen habe kein Problem mit dem Nachwuchs, gratulierte Peter Schurz von der Metzler-Feuerschutz GmbH, die das Fahrzeug geliefert hatte.

„Es ist mir eine absolute Ehre, das Fahrzeug zu widmen, da ich selbst am eigenem Leib schon die Hilfe der Uettinger Feuerwehr in Anspruch nehmen musste“, betonte Pfarrer Laudi nach der Segnung und appellierte an alle Ex-Konfirmanden, bei der Feuerwehr mitzumachen.

Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Uettinger Männerchor unter Leitung von Willi Thoma. Treffend trugen die Sänger unter anderem das Stück „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ vor.

Das neue Fahrzeug TSF-W(46/1) ist 46 Jahre jünger als das bisherige. Das macht sich in allen Bereichen des Fahrzeuges und bei der Technik deutlich bemerkbar. Ausgerüstet ist es unter anderem mit einem 800 Liter Wassertank und vier Atemschutzgeräten, Überdrucklüfter, Steckleiter, Schaumpistole und Stromerzeuger mit Lichtmast.

Der Gesamtpreis lag bei 177 500 Euro. Mit der staatlichen Förderung von 47 750 Euro rechnet die Gemeinde in Kürze.

100 Einsätze pro Jahr

Die Feuerwehr Uettingen, 1870 gegründet, zählt aktuell 57 aktive und acht jugendliche Mitglieder. Dazu kommen 23 passive Mitglieder, 61 fördernde und zehn Ehrenmitglieder. Im Durchschnitt kommt die Wehr im Jahr auf ungefähr 100 Einsätze – sei es als Helfer vor Ort, bei Brandeinsätzen der wenn technische Hilfeleistung erforderlich ist.

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