Würzburg

MP+Hätten Würzburger Richter den NSU 2.0 verhindern können?

Der 53-jährige Berliner, der 115 rechtsextreme Drohbriefe verschickt haben soll, hat 2017 mutmaßlich auch den Würzburger Anwalt Jun bedroht. Zum Prozess kam es aber nicht.
Auf großes Medieninteresse stieß der sogenannten Facebook-Prozess im Frühjahr 2017 am Landgericht Würzburg. Anwalt Chan-jo Jun (Bildmitte) wurde seinerzeit bedroht - mutmaßlich vom gleichen Mann, der später über 100 Drohbriefe mit der Unterschrift 'NSU 2.0' verschickt hat.
Foto: Thomas Obermeier | Auf großes Medieninteresse stieß der sogenannten Facebook-Prozess im Frühjahr 2017 am Landgericht Würzburg. Anwalt Chan-jo Jun (Bildmitte) wurde seinerzeit bedroht - mutmaßlich vom gleichen Mann, der später über 100 Drohbriefe mit der Unterschrift "NSU 2.0" verschickt hat.

"Ich bin erleichtert, dass der Mann endlich im Gefängnis sitzt", sagt Chan-jo Jun. Gleichzeitig ist dem Würzburger Anwalt der Schrecken über die Nachricht anzumerken, dass der jetzt in Berlin inhaftierte Alexander M. nicht nur seit drei Jahren Dutzende Politiker, Anwälte und Künstler in rechtsextremen Mails und Faxen terrorisiert haben soll, sondern mutmaßlich auch derjenige ist, der 2017 der Familie Jun mehrfach am Telefon mit dem Tod gedroht hat.Damals verteidigte Jun vor dem Würzburger Landgericht den syrischen Flüchtling Anas Modamani in einem Verfahren gegen den Internet-Riesen Facebook.

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