Höchst erfolgreich als Forscher und Musiker

würzburg (rdf) Der Bundespräsident hat Prof. Dieter Kirsch, dem Rektor der Musikhochschule, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Bei der Überreichung in München würdigte Wissenschaftsminister Hans Zehetmair Kirschs "höchst erfolgreiches Wirken".

Kirsch wurde 1972 am damaligen Bayerischen Staatskonservatorium der Musik für das Fach "Gitarre und Laute" als Lehrkraft eingestellt. Im Rahmen der Umwandlung in die Hochschule für Musik wurde er 1979 zum Professor berufen und war von 1987 bis 1995 Vizepräsident. 1995 wurde Kirsch Präsident, bis er 1999 zum Rektor bestellt wurde. Unter Kirschs Leitung erwarb die Musikhochschule von der Stadt die ehemalige Zentralschule. Nach dem Umbau entstanden hier Räume für die Abteilung Historische Instrumente, Musikwissenschaften, Musikpädagogik, Musiktheorie und das "Theater in der Bibrastraße". Kirsch schloss mit dem Hermann-Zilcher-Konservatorium, der städtischen Fachakademie für Musik, einen Kooperationsvertrag ab, der den Studierenden des Konservatoriums erlaubt, ihr Studium mit einem Diplomzeugnis der Musikhochschule abzu-schließen.

Kirsch setzte sich laut Zehetmair auch auch erfolgreich dafür ein, dass den bayerischen Musikhochschulen das ursprünglich gesetzlich nicht vorgesehene Promotionsrecht für Musikpädagogik und Musikwissenschaft erhalten blieb. Außerdem war er maßgeblich am Zustandekommen von Kooperationsvereinbarungen mit den Fachakademien für Musik in Nürnberg, Würzburg und der Fachakademie für Kirchenmusik Bayreuth bzw. deren Trägern beteiligt.

Dieter Kirsch hat sich auf dem Gebiet der Musik künstlerisch, musikwissenschaftlich und publizistisch betätigt. Seit Jahrzehnten ist er Mitglied des renommierten Ulsamer Kollegiums, das die ganze Welt bereist. Dieses hat es sich seit der Gründung in den 60er Jahren als eines der ersten deutschen Ensembles zur Aufgabe gemacht, alte Musik auf historischen Instrumenten im Klang ihrer Zeit zu spielen.

Auf dem Gebiet der musikalischen Forschung widmete sich Dieter Kirsch vorrangig der Musikgeschichte Unterfrankens und dem Lautentyp Mandora. Kirsch bearbeitet auch verschiedene Stichworte für die wohl bedeutendsten Musiklexika der Musik "Geschichte und Gegenwart" und "The New Grove". Zu den Ergebnissen seiner Recherchen auf dem Gebiet der Musik gehört die Wiederentdeckung der seit 1945 verschollenen Lautentabulaturen aus dem Besitz der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek in Krakau.

Hinzu kommt laut Zehetmair die monatliche Moderation der Rundfunksendung "Aus alten Notenbüchern" und die Mitgliedschaft im Kulturbeirat der Stadt Würzburg. Insgesamt habe sich Kirsch durch sein "weit über das normale berufliche Maß hinausgehende Engagement im musischen und kulturellen Bereich besondere Verdienste um die Allgemeinheit erworben".

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