Güntersleben

Kreativität in der Krise

Der neue und alte Vorstand des Eine-Welt-Vereins Harambee e.V. ohne Michael Röhm. Das Foto wurde bei der letzten Wahl 2019 aufgenommen – noch ohne Masken.
Foto: Helga Dudek | Der neue und alte Vorstand des Eine-Welt-Vereins Harambee e.V. ohne Michael Röhm. Das Foto wurde bei der letzten Wahl 2019 aufgenommen – noch ohne Masken.

Bereits zum zweiten Mal war es notwendig, die Mitgliedsversammlung vom Eine-Welt-VereinHarambee Güntersleben im Umlageverfahren durchzuführen. Die gute Nachricht: Fast 80 Prozent der Mitglieder beteiligten sich an den Abstimmungen und Neuwahlen.

Der veröffentlichte Jahresbericht zeigte die Flexibilität der Mitarbeiter des Eine-Welt-Vereins Harambee. Noch Anfang März 2020 konnte der Eine-Welt-Tag mit vielen Teilnehmern durchgeführt werden. Das Motto "Klima in der globalen Welt" zog 200 Gäste an. Musikalisch begleitet durch den Songwriter Hubert Treml wurden von Prof. Paeth von der Uni Würzburg und Ulrike Hartmann-Miltz aus wissenschaftlicher und selbst erlebter Sicht die Auswirkungen des Klimawandels deutlich gemacht. Dabei wurde die Vorreiterrolle des fairen Handels bei der Bewältigung der Krise offensichtlich.

Bedingt durch Corona verlagerte der Verein seine Aktivitäten. In der fairen Woche wurde ein "Wettkampf" der Bürgermeister von Thüngersheim und Güntersleben veranstaltet. Wer verkauft den meisten fair gehandelten Kaffee im Freien? Die zahlreiche Beteiligung in beiden Gemeinden bescherten einen großen Absatz für den fairen Handel.

Mit der Reihe "Prominente im Einsatz für den fairen Handel" lud der Verein bekannte Persönlichkeiten aus dem Ort, aber auch von außerhalb ein, den Ladendienst im Weltladen zu übernehmen. Bürgermeisterin Klara Schömig und Altbürgermeister Ernst Joßberger erklärten sofort ihre Bereitschaft. Für das Jahr 2021 sagten Landrat Eberth, Pfarrer Steigerwald und Weinprinzessin K. Kunzemann zu. So setzten sie ein Zeichen für den fairen Handel.

Auch die Aktion "Fairwert" sollte ein Zeichen  dafür setzen, was fairer Handel bedeutet. Viele Weltläden in Deutschland wollen damit öffentlich zeigen, dass sie auch in dieser Krisensituation anders als der konventionelle Handel wirtschaften. Man wollte solidarisch denen helfen, die es am nötigsten haben und gleichzeitig am wenigsten unterstützt werden. Die Weltläden haben die Mehrwertsteuersenkung nicht zur Preissenkung, sondern zur Weitergabe an die „gebeutelten“ Produzenten genutzt. Der Dank gilt den Kunden, die diese Aktion mittrugen. So konnten viele Produktionsgenossenschaften des fairen Handels vor dem Untergang gerettet werden. Noch eine gute Nachricht: Der Ladenumsatz blieb, trotz Schließungen, auf dem Niveau des Vorjahres.

Wichtige Entscheidungen, die bei der Mitgliederversammlung anstanden, waren die Entlastung der Vorstandschaft, die Festlegung der Beträge, mit denen der Verein Projekte im Süden fördert und Neuwahlen. Bei einer Wahlbeteiligung von fast 80 Prozent wurden gewählt: Werner Stumpf als 1. Vorsitzender, Marion Keil als 2. Vorsitzende, Elke Rossner-Scheler als Kassenwartin, Martina Fleder als Schriftführerin sowie Helga Dudek, Marion Irmscher und Michael Röhm als Beisitzer. Revisoren blieben  Monika Kramer und Rudi Fleder.

Kontinuität bei den Personen und Flexibilität bei den Aktionen lassen den Verein optimistisch in die Zukunft blicken.

Von: Werner Stumpf, Eine-Welt-Verein Harambee e.V.

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