Obereisenheim

Neue Fahrzeit für die Obereisenheimer Fähre: Keine Mittagspause mehr

Die Fähre in Obereisenheim soll nach einem Ratsbeschluss im Sommer ohne Mittagspause fahren.
Foto: Guido Chuleck | Die Fähre in Obereisenheim soll nach einem Ratsbeschluss im Sommer ohne Mittagspause fahren.

Als im vorigen Jahr der Kaltenhäuser Berg in Untereisenheim saniert und für einige Monate gesperrt werden musste, hatte das auch Auswirkungen auf die Fähre in Obereisenheim. Die nämlich ist zumeist ohne Mittagspause für die Fährleute durchgefahren. Daher trugen sie an den Gemeinderat die Bitte, auch in diesem Sommer einen durchgängigen Betrieb aufrecht erhalten zu dürfen.

Dieser Bitte entsprach der Gemeinderat mit 10:2 Stimmen in seiner jüngsten Sitzung. Und somit ist die Fähre Obereisenheim nun werktags von 7 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und den Feiertagen von 10 bis 19 Uhr ohne Mittagspause auf dem Main unterwegs.

Im aktuellen Plan sind für die Haupt- und die Nebensaison noch unterschiedliche Fahrzeiten aufgeführt: Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September fährt die Fähre werktags von 7 bis 13 und 14 bis 19 Uhr, samstags, sonntags und an den Feiertagen von 10 bis 19 Uhr. In der übrigen Zeit, also der Nebensaison, ist unter der Woche eine dreistündige Mittagspause von 13 bis 16 Uhr vorgesehen. Beginn ist um 7 Uhr, um 19 Uhr ist Feierabend für die Fährleute.

Nach 18 Uhr wird am wenigsten gefahren

Die wenigsten Fahrten, so hatte die Auswertung der Kassenbücher und der Erfahrung der Fährleute ergeben, würden nach 18 Uhr durchgeführt werden. Daher fand die letzte Fahrt um 19 Uhr im Winter, sprich in der Nebensaison, bei Ratsmitglied Reiner Schenk wenig Beifall. "Warum fahren wir im Winter länger als im Sommer, wenn die Urlauber da sind?", wandte er ein. Da sei er ganz bei ihm, entgegnete Bürgermeister Christian Holzinger.

Das Problem: bliebe es bei dem Gedanken, im Sommer bis 18 Uhr durchzufahren, sei das für die Gemeinde kostenneutral, "jede weitere Stunde kostet uns übers Jahr gerechnet viel Geld". Dann wäre die Fähre noch mehr Zuschussbetrieb, brachte Stefan Reitemeyer ins Gespräch. Und: gerade im Sommer sei es schwierig, die Mittagspause auch einzuhalten. "Dann hält der Fährmann auf einer Seite an, um Pause zu machen, dann stehen dort Fahrgäste, die er doch noch schnell rüberfährt, und drüben stehen schon die nächsten an", schilderte Holzinger. Daher sei ein Durchfahren, wie es die Fährleute wünschten, die bessere Option. Wann der neue Fahrplan in Kraft tritt, wird die Gemeinde rechtzeitig bekanntgeben.

Matthias Hirn ist neuer Feldgeschworener

Im März ist der Feldgeschworene Hilmar Hirn (Untereisenheim) verstorben, traditionell wird dieses Amt vom Vater an den Sohn vererbt. Die Feldgeschworenen wählen ihre Mitglieder selbst und sprechen dann dem Marktgemeinderat die Empfehlung aus. Der Eid wird vom Bürgermeister abgenommen. Auch das gehört zur Tradition, deshalb war die Ernennung und Vereidigung von Matthias Hirn reine Formsache im Rat. Somit ist die Feldgeschworenenvereinigung in Untereisenheim wieder komplett.

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