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"Peace out": Live-Premiere für pics4peace-Talk

Sie gehören zum Team der pics4peace-Youngsters (von links): Beyza Koç, Jan-Philipp Häger, Sarul Dubiel und Lucas Peuser. 
Foto: pics4peace | Sie gehören zum Team der pics4peace-Youngsters (von links): Beyza Koç, Jan-Philipp Häger, Sarul Dubiel und Lucas Peuser. 

"Peace out" - Der pics4peace Talk von jungen Leuten hat seine Live-Premiere am Sonntag, 18. Oktober, um 17 Uhr auf YouTube. Anfang Mai hat eine Gruppe junger Leute von pics4peace mit der Arbeit für den Podcast begonnen." Corona hat so vieles lahmgelegt. Sie wollten zeigen, dass trotzdem etwas geht", heißt es in einer Pressemitteilung  von pics4peace. Diese Initiative gibt jungen Menschen das Forum, sich für Demokratie und Frieden stark zu machen.

Durch Algorithmen würden im Netz Provokation, Hate-Speech und Verschwörungstheorien belohnt. "Das mag man bedauern. Es ist aber Realität. In einer Hochphase des Populismus, nach extremistischen Ausschreitungen und brutalen Anschlägen in verschiedenen Städten, wollen die pics4peaceYOUNGSTERS Gegenakzente setzen. Beispiele von sympathischen Menschen, die Vorbildliches leisten gibt es genug. Man kennt sie nur viel zu wenig", heißt in der Mitteilung der Demokratie-Initiative, die von Ex-Oberbürgermeisterin Pia Beckmann initiiert wurde.

Deshalb interviewen sie andere Menschen. Menschen, die etwas Besonderes geleistet haben oder leisten. Zwanglos sprechen sie miteinander. Sie erzählen von sich, ihren Erfahrungen, von dem, was sie sich wünschen, was ihr Engagement mit ihnen macht oder was ihnen wichtig ist. Wer als Gast eingeladen wird, in Einzelfällen sind es auch zwei, entscheidet das Team selbst. Es sind Menschen, die sie so spannend finden, dass das, was sie tun, andere begeistern könnte.

Interviews fanden wegen Corona online statt

Interview- und Technik-Teams kümmern sich um die verschiedenen Aufgaben. Bei  manchen überschneiden sich die Bereiche auch. Es gibt einige, die bereits mit pics4peace zusammengearbeitet und Erfahrung in Moderation und Diskussion gesammelt haben. Es sind aber auch zwei Interessierte neu hinzugekommen. Der Austausch findet über eine WhatsAppGruppe statt. Für die, die Unterstützung brauchen, werden von den Erfahrenen schonmal Tutorials gemacht und in die Gruppe gestellt. Denn die Interviews finden wegen Corona online statt. Das bedeutet, dass die Video-Konferenzen auch gleichzeitig aufgezeichnet werden müssen.

Geschnitten wird normalerweise nicht. Zur Postproduktion gehört jedoch zu schauen, ob der Ton passt, gegebenenfalls zu korrigieren und allen Video-Podcast-Serien ein einheitliches Intro und Outro zu verpassen.

Besseres Miteinander in der Gesellschaft fördern

Es geht pics4peace darum, ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft und damit Respekt und gegenseitige Wertschätzung zu fördern. Dazu gehört eine Sensibilisierung für alle Themen.

Und die finden sich bei den Interview-Gästen wieder:

• Mara und ihre Freundinnen haben ein Projekt gegen soziale Isolation ins Leben gerufen;

• Lorenz ermöglicht mit seinem Team unbürokratischen Rechtsbeistand für Geflüchtete,

• Katharina und ihr Club haben sich Frauenförderung in jeder Hinsicht auf die Fahne geschrieben,

• Beyza, selbst Muslimin, pflegt den Dialog mit Juden und Christen, damit sie einander besser

verstehen lernen.

• Michael und seine Freunde sprechen und spielen regelmäßig mit Häftlingen,

• Journalistin Sarah erklärt, wie Medien mit Verschwörungstheorien umgehen, warum es zur Zeit so viele Fake News gibt und wie sich Menschen vom seriösen Medienstrom abkapseln.

• Sophia jobbte auf einer Palliativstation und teilt ihre Erfahrungen zwischen Leben und Tod mit pics4peace.

• Susanne hat mit Frauen gesprochen, die in Deutschland zur Zwangsprostitution gezwungen wurden. Sie erzählt, wie das ihr Leben verändert hat.

Die Liste ist noch unvollständig.

Insgesamt zwölf Folgen entstehen. Ab 18.Oktober wird jeweils sonntags, um 17 Uhr eine peace-out-Folge als Live-Premiere auf dem YouTube-Kanal von pics4peace ausgestrahlt. Dort können alle Interessierten während der Sendung ihre Kommentare, Vorschläge und Ideen abgeben.

Die Videos bleiben online

Auf www.pics4peace.de im Tagebuch wird regelmäßig über die neuen Videos informiert. Ebenso auf der Instagram- und Facebook-Seite des Vereins. Die Videos bleiben online und können auch danach von Schulen, Gruppen, Einrichtungen, Jugendleiterinnen, Lehrkräften u.a. genutzt werden. Sie bieten sich als lebendiger Einstieg in eine Diskussion über das jeweilige Thema besonders an.

Auch den Titel hat sich das Team selbst gegeben: "peace out" ist eine jugendsprachliche Abschiedsformel. Übersetzbar mit ciao, bis später. Oder: Ich bin raus. Wörtlich heißt der Podcast-Name: Friede - Raus! Genau das wollen die pics4peaceYOUNGSTERS bezwecken: "Der Podcast peace out ist ein Beitrag für ein besseres Miteinander und damit zum Frieden unter uns. Durch ganz konkrete Beispiele. Jeder könnte eines sein! Damit andere sich angesprochen fühlen, aus sich herausgehen und hinein ins Leben, dort wo sie vielleicht etwas tun könnten. Mit neuen Ideen.

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