Würzburg

Reaktionen zur Planung der neuen Straba in Würzburg

Nach langer Pause kommt die Planung der Linie 6 ans Hubland jetzt voran. Warum das Industrie und Handel freut und wie Klimabürgermeister Martin Heilig Tempo machen will.
Die Linie 6 soll durch die Theaterstraße führen.
Foto: Animation WVV | Die Linie 6 soll durch die Theaterstraße führen.

Die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt (IHK) und die Handwerkskammer für Unterfranken (HWK) freuen sich über den Abschluss der Planfeststellung für die geplante Straßenbahnlinie zum neuen Stadtteil Hubland. IHK-Präsident Klaus D. Mapara bezeichnet das Projekt in einer Pressemitteilung als "zentralen Bestandteil einer positiven Entwicklung in den östlichen Stadtquartieren".

Ein Straba-Neubau durch das Frauenland werde sich positiv auf die gesamte Stadt auswirken, so Mapara: "Ein attraktives ÖPNV-Angebot ist auch ein Entscheidungskriterium im Wettbewerb um Fachkräfte für unsere Unternehmen."

Kosten von mehr als 100 Millionen Euro 

HWK-Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul sieht die Linie 6 unter anderem als zukunftsfähigen Beitrag, um die Verkehrsbelastung der Innenstadt zu reduzieren. Menschen schnell, zuverlässig und umweltfreundlich mit der Straßenbahn zu transportieren "entspricht nicht nur unseren heutigen Erfordernissen, sondern auch denen künftiger Generationen", betont Paul.

Beide Kammern fordern klare politische Bekenntnisse aller Beteiligten und als nächsten Schritt die Sicherung der Finanzierung durch Bund und Freistaat Bayern. Die Kosten des Projekts werden aktuell auf mehr als 100 Millionen Euro geschätzt.

Friedl erwartet bald verbindliche Förderzusage vom Freistaat 

Auch die Grünen haben sich unmittelbar nach Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses durch Regierungspräsident Eugen Ehmann zu Wort gemeldet. Die Stadtratsfraktion drückt in einer Pressemitteilung ihre Zufriedenheit aus und fordert ebenso wie der Landtagsabgeordnete Patrick Friedl eine zügige Umsetzung.

"Wir vertrauen darauf, dass die bayerische Staatsregierung möglichst bald eine verbindliche Zusage zur Förderquote machen wird", sagt Friedl und verweist auf die Verbindung der Würzburger Hochschulstandorte mit 35 000 Studierenden und 11 000 Beschäftigten durch die Linie 6. Aus seiner Pressemitteilung geht hervor, dass der Staat bei vergleichbaren Projekte in Erlangen und Martinsried bis zu 95 Prozent der Kosten übernimmt.

Das schönste Weihnachtsgeschenk

Für Klimabürgermeister Martin Heilig ist der Planfeststellungsbeschluss "das schönste Weihnachtsgeschenk". Sein Ziel sei es, "das wichtigste Projekt dieser Wahlperiode zur Baureife zu bringen", betont Heilig.

So sei eine von ihm und Oberbürgermeister Christian Schuchardt geleitete Lenkungsgruppe zur gemeinsamen Projektsteuerung mit Vertretern der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB), des Baureferats, der Kämmerei und der Regierung von Unterfranken eingerichtet. Auch eine vorbereitende Verkehrsanalyse sei bereits in Gang, und zusammen mit Patrick Friedl habe er bereits Vorgespräche mit dem Verkehrsministerium in München geführt, so Heilig weiter: "Stadtverwaltung und WSB sind hochmotiviert, das Projekt voranzutreiben."

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