Prosselsheim

Sitzordnung wie im Klassenzimmer

Die neue Sitzordnung bei der Gemeinderatssitzung in Prosselsheim.
Foto: Rainer Weis | Die neue Sitzordnung bei der Gemeinderatssitzung in Prosselsheim.

Bisher saßen sich die Prosselsheimer Gemeinderäte im Sitzungssaal im Erdgeschoss im Kreis gegenüber und konnten sich so besser verstehen und auch beobachten. Für Zuschauer und Presse standen zwölf Sitzplätze zu Verfügung. Doch im Zeichen von Corona hat Bürgermeisterin Birgit Börger die Sitzungen in den großen Festsaal im 1. Stock verlegt und die sehr platzaufwändige runde Sitzanordnung beibehalten. Für Besucher und die Presse standen unter Einhaltung des Abstandes neun Plätze zu Verfügung.

Diese Anordnung hatte Börger im März 2020 eingeführt und sie wurde seitdem vom Gemeinderat und Besuchern anstandslos hingenommen.

Anfang November stand das Thema "Bebauungsplan Sonnenweg" an und rund 20 Besucher hatten sich eingestellt, um bei der Behandlung des Themas dabei zu sein. Nachdem ein solcher Ansturm der Plätze nicht vorauszusehen war, musste die Bürgermeisterin als Hausherrin zur Einhaltung der Corona-Bestimmungen einige Besucher des Saales verweisen. Diese verließen unter starkem Protest den Raum und Sätze wie "Ich war schon immer hier und jetzt krieg ich keinen Platz. Das ist eine Sauerei" oder "Was ist denn das für eine Organisation, dass man keinen Platz kriegt" waren zu hören.

Tisch für Tisch nebeneinander

Daraufhin hat Bürgermeisterin Birgit Börger zusammen mit den Gemeindearbeitern eine Änderung der Sitzplatzanordnung vorgenommen. Seit 14. Dezember sitzen die Räte unter Einhaltung der Abstandsregel wie in einem Klassenzimmer Tisch für Tisch nebeneinander. Auf die nun frei gewordene Fläche wurden für die Besucher zwei Einzel-Stuhlreihen aufgestellt, auf denen nun 15 Besucher Platz finden. Diese Anordnung wurde von den Besuchern wohlwollend aufgenommen und hat bisher ausgereicht.  

Seit Dezember müssen sich Räte und Besucher in eigens dafür vorbereitete einzelne Anwesenheits-Blätter eintragen und während der gesamten Sitzung die FFP2-Masken tragen.

Durch die Abstandsregel und das Tragen der Masken ist die Diskussion unter den Räten schwieriger geworden, sodass manche Aussage mehrfach wiederholt werden musste. Die Besucher bemängeln zudem, dass sie dem Gesagten nur schwer folgen könnten, da die Räte immer nach vorne reden. Dieses Problem sei nicht leicht zu lösen, so die Bürgermeisterin.

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