Würzburg

So soll die Innenentwicklung im Landkreis Würzburg gestärkt werden

Auch bei den Gemeindebesuchen von Landrat Thomas Eberth ist die Innenentwicklung immer wieder ein wichtiges Thema. Dieses Archivbild vom September 2020 zeigt den Besuch des Landrats in Bütthard.
Foto: Lucas Kesselhut | Auch bei den Gemeindebesuchen von Landrat Thomas Eberth ist die Innenentwicklung immer wieder ein wichtiges Thema. Dieses Archivbild vom September 2020 zeigt den Besuch des Landrats in Bütthard.

Leerstände in den Ortsmitten und hoher Flächenverbrauch am Ortsrand – auch Gemeinden im Landkreis Würzburg stünden vor diesen Problemen, wie das Landratsamt in einer Pressemeldung mitteilt. Oft würden darüber hinaus auch Versorgungs- und Infrastruktureinrichtungen aufgegeben. Dennoch werden laut Mitteilung weiterhin neue Bau- und Gewerbegebiete an den Ortsrändern ausgewiesen – mit hohem Verbrauch wertvoller Flächen. Zudem sei auch die Bevölkerungsstruktur gerade in ländlichen Gebieten eine Herausforderung. "Wenngleich die Lage des Landkreises um die kreisfreie Regiopole Würzburg seit einigen Jahren entgegen des überregionalen Trends für ein stetes Bevölkerungswachstum gesorgt hat, gibt es große Unterschiede auf Gemeinde-Ebene. Während einige Gemeinden weiter wachsen, verzeichnen andere wiederum einen Rückgang der Einwohnerzahlen", wird Michael Dröse, Leiter der Kreisentwicklung im Landratsamt Würzburg, in der Pressemeldung zitiert. Ein Bedeutungsverlust der Innenorte und die Zunahme von leerstehenden oder mindergenutzten Gebäuden könne die Folge sein. Dieser sogenannte Donut-Effekt, also die Ausdünnung der Ortskerne, habe starke Auswirkungen auf das Leben, die Nutzung von vorhandener Infrastruktur und die Wohnqualität im Innenortsbereich.

Genau bei diesen Themen setzt laut Meldung die Innenentwicklungsstrategie an, die der Kreistag kürzlich beschlossen hat. Zahlreiche Aktivitäten auf kommunaler Ebene und in den interkommunalen Allianzen (zum Beispiel Flächenmanagementdatenbanken, kommunale Förderprogramme, Informationsveranstaltungen) zeigten, dass der Fokus auf die Innenentwicklung längst Teil der Entwicklungsüberlegungen in den politischen Gremien und in den kommunalen Verwaltungen ist. "Es gibt aber auch hier deutliche Unterschiede beim Stand der Umsetzung oder bei der allgemeinen Wahrnehmung des Handlungsbereichs Innenentwicklung", so Michael Dröse weiter in der Pressemitteilung.

Anreize zum Bauen und Sanieren schaffen

Mithilfe der Strategie zur Innenentwicklung im Landkreis Würzburg sollten die bestehenden Innenentwicklungsaktivitäten in Kooperation mit den Kommunen, interkommunalen Allianzen sowie den Fachstellen (u. a. Amt für ländliche Entwicklung, Regierung von Unterfranken, Bayerischer Gemeindetag, Bayerischer Landkreistag) zusammengeführt und für verschiedene Zielgruppen aufbereitet werden. Darüber hinaus sollen laut Mitteilung durch die Initiierung neuer Unterstützungsmaßnahmen wie Beratungs- und Förderangebote Anreize zum Bauen und Sanieren im Bestand geschaffen werden.

Ziele seien unter anderem Beratungsgespräche mit Bürger*innen, Schaffung von Anreizen für das Bauen und Sanieren im (Altort-)Bestand, Verringerung des Flächenverbrauchs (im Sinne des Flächenziels der Staatsregierung von maximal 5 Hektar/Tag bis 2030) und beispielsweise die Bewahrung und Weiterentwicklung des baukulturellen Erbes (Denkmalpflege), endet die Pressemeldung.

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