Würzburg

SPD-Präsenzparteitag votiert für Sabine Dittmar und Bernd Rützel

Die SPD Unterfranken hat ihren umstrittenen Präsenzparteitag in der Würzburger Posthalle am Sonntag durchgezogen: Für die Bundestagswahl setzt man auf bekannte Namen.
Geht es nach der SPD Unterfranken, werden Sabine Dittmar (links) und Bernd Rützel auch dem künftigen Bundestag angehören.
Foto: Fabian Gebert | Geht es nach der SPD Unterfranken, werden Sabine Dittmar (links) und Bernd Rützel auch dem künftigen Bundestag angehören.

Die SPD Unterfranken setzt bei der Bundestagswahl auf bewährte Kräfte: Bei der Aufstellung der Landesliste Mitte März in Schwabach dürfen die Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar aus Maßbach (Lkr. Bad Kissingen) und der Arbeitsmarkt-Experte Bernd Rützel aus Gemünden (Lkr. Main-Spessart) mit aussichtsreichen Plätzen rechnen. Mit Voten von über 90 Prozent stärkten die Delegierten den beiden Bundestagsabgeordneten, die seit 2013 amtieren, den Rücken.

Sonntagvormittag in der Würzburger Posthalle: Wo aktuell jeden Werktag mehrere hundert  Studierende Klausuren schreiben, trafen sich rund 85 SPD-Delegierte aus ganz Unterfranken zu einem Bezirksparteitag. Eigentlich waren 100 Vertreter der Basis geladen. Ob die fehlenden Genossen wegen des schönen Wetters oder doch aus Protest gegen eine Präsenz-Veranstaltung in diesen Corona-Zeiten daheim geblieben sind? Im Internet hatten sich einige SPD'ler durchaus kritisch zu der Entscheidung geäußert, die Tagung vor Ort durchzuziehen.

Parteitreffen auf Abstand: Die Unterfranken-SPD traf sich zum Parteitag in der Würzburger Posthalle.
Foto: Fabian Gebert | Parteitreffen auf Abstand: Die Unterfranken-SPD traf sich zum Parteitag in der Würzburger Posthalle.

"Schön euch allen mal wieder in die Augen zu sehen", begrüßte hingegen der SPD-Bezirksvorsitzende Bernd Rützel die Teilnehmer. Er trug wie alle Anwesenden auch am Platz und am Rednerpult eine FFP2-Maske. Am Eingang wurde allen Besuchern die Temperatur gemessen, die Plätze waren nummeriert. Zu den Wahlgängen wurde etappenweise aufgerufen. Rützel betonte, unter diesen Bedingungen sollte ein Präsenzparteitag möglich sein.

Emotionaler Appell von Sabine Dittmar

Ähnlich wie bei den Grünen, gab es bei der SPD getrennte Voten für einen aussichtsreichen Frauen- und einen aussichtsreichen Männer-Platz. Dittmar (56), die im Wahlkreis Bad Kissingen als Direktkandidatin antritt, und Rützel (52), Direktbewerber im Wahlkreis Main-Spessart, hatten in den jeweiligen Wahlgängen keine Gegenkandidaten. Eine kurze Vorstellungsrunde nutzte die Ärztin aus Maßbach zu einem emotionalen Appell, im Umgang mit Corona weiter Vorsicht walten zu lassen: "Wir sind mitten in der dritten Welle", so die Ärztin.

Rützel wiederum unterstrich seinen Einsatz im Bundestag für den Zusammenhalt der Gesellschaft in Corona-Zeiten. Er verwies auf die Verbesserungen bei der Kurzarbeit, die Mindestlohn-Erhöhung oder Regelungen beim Homeoffice. Gegen Widerstände der Union innerhalb der Großen Koalition sei es gelungen, die Lage der Beschäftigten in der Fleischwirtschaft zu verbessern und zuletzt das Lieferketten-Gesetz in der Textilindustrie durchzusetzen.

Weitere Bewerber ohne große Chancen

Die weiteren SPD-Bewerber aus der Region werden auf der Landesliste wohl mit hinteren Plätzen vorlieb nehmen müssen. Um den zweiten Männer-Platz setzte sich in einer Kampfabstimmung Markus Hümpfer, Direktkandidat im Wahlkreis Schweinfurt/Kitzingen, gegen Tobias Wüst,  Wahlkreis-Bewerber für Aschaffenburg, durch. Als weitere Frau aus Unterfranken geht Freya Altenhöner, SPD-Kandidatin für Würzburg, ins Rennen. 

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