Würzburg

Studierende gingen gegen Hochschulreform auf die Straße

Unter dem Motto "Stoppt die Hochschulreform, wir sind die Uni!" haben rund 70 Studierende am Sonntag in Würzburg gegen das geplante Hochschulinnovationsgesetz demonstriert.
Kritik an der Ökonomisierung der Lehre: Etwa 70 Studierende nahmen am Sonntag bei einer Kundgebung auf dem Unteren Markt teil.
Foto: Fabian Gebert | Kritik an der Ökonomisierung der Lehre: Etwa 70 Studierende nahmen am Sonntag bei einer Kundgebung auf dem Unteren Markt teil.

Etwa 70 Studierende haben am Sonntagnachmittag ihren Protest gegen Änderungen des bayerischen Hochschulgesetzes auf die Straße getragen: Bei einer Kundgebung am Unteren Markt in Würzburg unter dem Motto "Reform the Reform" (auf deutsch: Reformiert die Reform) demonstrierten sie gegen das von der Staatsregierung geplante Hochschulinnovationsgesetz (HIG).

Im vergangenen Oktober wurde ein Eckpunktepapier zum HIG vom Kabinett verabschiedet, das nicht nur von den Studierenden und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) scharf kritisiert wird: Auch mehr als 1000 bayerische Uni-Professoren, darunter 153 von der Universität Würzburg, wehren sich gegen die geplante Reform. Seit Dezember fanden Kundgebungen in verschiedenen bayerischen Universitätsstädten statt, jetzt war Würzburg an der Reihe.

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Befürchtung: Nicht profitbringende Fächer werden aussterben

Zur Demo aufgerufen hatte das Bündnis "StopptHSGreform"; auf dem Unteren Markt versammelten sich etwa 70 junge Menschen mit FFP2-Masken und dem nötigen Abstand. Ihre Kritik richtet sich unter anderem gegen die aus ihrer Sicht undemokratische Art und Weise, mit der das bayerische Hochschulrecht reformiert werden soll. Es entstehe der Eindruck, dass die Staatsregierung "sich die gegenwärtigen Pandemie-Bedingungen zu Nutze macht, um das Gesetz unter minimalem öffentlichen Widerstand zu Papier zu bringen", sagte ein Sprecher der Gruppe "Psychologists for Future".

Der geplanten größeren Autonomie der Hochschulen stehen die Gegner des Gesetzes grundsätzlich positiv gegenüber. Kritisiert wird unter anderem die damit einhergehende Ökonomisierung von Forschung und Lehre: "Nicht profitbringende Fächer werden aussterben. Wenige große Geldgeber aus der Wirtschaft werden die Forschungsinhalte bestimmen", befürchtet Fabio Langbein, Studierenden-Vertreter bei der GEW Unterfranken.

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